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/ Wort zum Tag

Wer sucht, der findet

Die Bibelstelle Matthäus 7,7 – ausgelegt von Michael Laage.

Bittet, so wird euch gegeben: suchet, so werdet ihr finden: klopfet an, so wird euch aufgetan.

Matthäus 7,7

Jesus Christus spricht: "Bittet, so wird euch gegeben. Suchet, so werdet ihr finden. Klopfet an, so wird euch aufgetan." (Matthäus 7,7)

Das ist ein Satz aus der Bibel, an den ich oft denke. Wissen Sie, ich gehöre zu den Menschen, die immer wieder ihre Sachen verlegen. Z.B. den Autoschlüssel. Das geht dann zum Beispiel so: „Nein, in der Schublade, da, wo er hingehört, da liegt er nicht. Wo habe ich ihn bloß abgelegt. Das darf doch jetzt nicht wahr sein. Ich muss jetzt wirklich los, ich habe gleich einen Termin.“ Hektisch laufe ich in der Wohnung hin und her. Gucke hier, gucke da. Küchentisch, Jackentasche, Bügelbrett, ... da, endlich, in der Hosentasche der Jeans von gestern, die ich schon zur Wäsche gelegt habe. Da ist er. Noch mal gut gegangen. Ich komme gerade noch rechtzeitig los.

„Wer suchet, der wird finden!“ Jesus hat nicht gesagt, was gesucht wird. Er hat es ganz allgemein ausgedrückt. Das mag ich! Denn, so manches Mal schicke ich ein Stoßgebet nach oben: „Gott du weißt alles. Du weißt auch, wo jetzt dieser Autoschlüssel ist.“ Und: „Bitte hilf mir, ihn zu finden!“ Und wissen Sie was? Das funktioniert!          

Darf ich eigentlich so beten?

Muss sich Gott wirklich noch um meine Schusseligkeit kümmern? Hat der große Gott nicht schon genug mit dieser Welt zu tun?

Ich bin fest davon überzeugt: Ja, ich darf. Ich darf Gott auch bei der verzweifelten Suche nach einem Schlüssel um Hilfe bitten. Denn Jesus hat genau solche Beispiele aus dem alltäglichen Leben genommen, wenn er über die Liebe Gottes zu uns Menschen gesprochen hat. Wie zum Beispiel die verlorene Münze einer Frau, die alles in ihrem Zuhause umdreht, bis sie sie endlich findet. Oder das verlorene Schaf eines Hirten, das er verzweifelt sucht. Und findet!

Gott hilft gerne!

Und wenn er das schon in diesen kleinen Dingen tut, wie viel mehr erst in den Dingen, die für unser Leben wirklich wichtig sind.

„Wer suchet, der findet!“  Ich sag das manchmal als Bibelwort zur Eröffnung eines Traugottesdienstes, wenn ich, so als Pfarrer im Gottesdienst, das Brautpaar vor mir sitzen habe. Und dann schauen sich die beiden an und lächeln. So, als ob sie sich sagen wollen: „Ja, wir haben uns tatsächlich gesucht und gefunden! Und da hat ganz sicher noch jemand mitgeholfen, der größer ist als wir selbst.“

Ich weiß nicht, wonach Sie in Ihrem Leben suchen. Ist es eine neue Arbeit? Ein Mensch, mit dem Sie durch das Leben gehen wollen? Ist es so etwas wie der Sinn in Ihrem Leben? Oder eine neue Aufgabe? Oder Frieden mit einer schwierigen Vergangenheit? Vielleicht mit einer Wunde, die Ihnen jemand zugefügt hat?

Ich kann aus eigener Erfahrung nur eins sagen: Nehmen Sie Gott mit hinein. Besprechen Sie Ihre Suche mit ihm. Jesus ermutigt dazu! Er selbst lässt sich von Ihnen finden.

Ich glaube daran, dass Gott seine Geschenke sehr großzügig über diese Welt verteilt. Ich glaube, dass er ein offenes Ohr auch für unsere kleinen Sorgen hat, genauso wie für die großen. Bei ihm sind wir mit allem gut aufgehoben! Probieren Sie es doch einfach mal aus!

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