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/ Wort zum Tag

Gott respektvoll begegnen

Die Bibelstelle Sprüche 23,17 – ausgelegt von Werner Heise.

Dein Herz eifre nicht gegen die Sünder, sondern jederzeit nach der Furcht des HERRN.

Sprüche 23.17

Kinder zeigen oft deutlicher als Erwachsene, was sie wirklich interessiert und was nicht. Ob sie gelangweilt etwas mitmachen oder mit Feuereifer dabei sind, ist leicht zu erkennen.

Was mich beschäftigt, was mir wichtig ist, nimmt meine Zeit und Energie in Beschlag. Und prägt mich.

Das wussten auch schon die Weisen in alttestamentlicher Zeit und mahnten:

„Dein Herz eifre nicht gegen die Sünder, sondern jederzeit nach der Furcht des HERRN.“  (Sprüche 23,17) Mit anderen Worten: Sei nicht neidisch auf die, die nicht nach Gott fragen und auf den ersten Blick besser dran sind. Die weiter gekommen sind. Die sich mehr leisten können. Die den besseren Bauplatz bekommen haben und die hübschere Frau oder den hübscheren Mann. Denen man schmeichelt, weil sie Einfluss haben. Sei nicht eifersüchtig auf sie. Das raubt nur Kraft und macht unzufrieden. Ärgere dich nicht über ihre Unmoral. Und verschwende keine Zeit damit, anderen zu erklären, wie verdorben diese Leute sind. Das raubt nur Zeit und trübt den Blick für den, der wirklich wichtig ist. Denn wofür es sich lohnt, Zeit, Kraft und Herzblut einzusetzen, ist: Den lebendigen Gott ernst zu nehmen.

Ein fröhliches ‚Guten Morgen’ beim Bäcker oder ein intensives Gespräch mit meinem Kollegen, beides kann sich positiv auf den Tag auswirken. Dabei kommt es nicht darauf an, wie lange wir miteinander reden. Wichtiger scheint mir zu sein, ob ich ihm wirklich zuhöre. Wissen will, wie er die Sache sieht. Ihn ernst nehme und nicht denke, dass ich schon weiß, was zu tun ist.

Das gilt auch für die Beziehung zu Gott. Ob und wann ich mir Zeit nehme, zu beten und in der Bibel zu lesen, ob ich ihm zuhöre oder schon zu wissen meine, was dran ist – und was er segnen sollte – sagt auch etwas darüber, wie ernst ich ihn nehme. Ist der Glaube an ihn nur schmückendes Beiwerk in meinem Leben? Das Gebet eine nette Gewohnheit? Oder ist es mir ein Herzensanliegen, mein Leben mit ihm zu teilen?

Aus der Mahnung der alttestamentlichen Weisen spricht viel Lebenserfahrung. Ebenso wie menschliche Beziehungen will auch die Beziehung zu Gott gepflegt werden. Täglich neu. Den ganzen Tag. Ein Leben lang. Wenn ich mich mit ihm, seinen Gedanken und Wünschen beschäftige, schützt mich das auch davor, dass ich mich mit unnützen oder zerstörerischen Gedanken -befasse. Statt zu klagen, wie verkommen und dunkel die Welt ist, kann ich mich dem Licht aussetzen. Zu dem beten, der von sich gesagt hat: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh. 8,12). Ihm zuhören. Es ist meine Entscheidung, womit ich mich beschäftige. Was und wer mir wichtig ist. Es wird Segensspuren hinterlassen, wenn ich dem lebendigen Gott ehrfürchtig begegne. Nicht nur, weil es angemessen ist. Auch weil es mir hilft zu unterscheiden, was für mein Leben wichtig und was weniger wichtig ist. Weil ich meine Anliegen dem vortrage, der Menschen und Situationen ändern kann.    

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