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Durchkreuzte Pläne

Die Bibelstelle Jakobus 4, 13+15 – ausgelegt von Claudia Schmidt.

Wohlan, die ihr sagt: Heute oder morgen werden wir in die und die Stadt aufbrechen, ein Jahr dort verbringen, gute Geschäfte machen und Gewinne erzielen! Ihr solltet sagen: Wenn der Herr es will, werden wir leben und dies oder jenes tun.

Jakobus 4,13.15

Haben Sie schon Pläne für das neue Jahr geschmiedet? Ich schon. Ich liebe die Zeit zwischen den Jahren, in der ich auf das alte Jahr zurückschaue, Resümee ziehe, und dann ins neue Jahr blicke. Welche wichtigen Termine, Reisen, Urlaube oder auch Feste stehen an. Welche Herausforderungen und Hürden wird es geben?

Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass es wichtig ist, bei meiner Planung für das neue Jahr gleich auch meine Urlaubszeiten miteinzuplanen. Ansonsten füllt sich mein Kalender mit Terminen und ToDo’s, Aufgaben, und es bleibt kaum Zeit zum Auftanken und Entspannen.

So eine Jahresplanung hilft mir, meine Zeit gut einzuteilen und wichtige Ziele im Blick zu behalten. Ein Leben ohne konkrete Pläne und Ziele kann ich mir kaum vorstellen.

Doch was ist, wenn meine Pläne durchkreuzt werden? Ein Schicksalsschlag. Eine Krankheit. Oder der Verlust eines lieben Menschen. Dann steht die Welt erstmal still. Dann sind alle Pläne und Ziele auf einmal unwichtig. Das habe ich auch schon erlebt.

Nicht immer läuft alles nach Plan. Das zeigt auch der Lehrtext aus der Herrnhuter Brüdergemeine für heute. Er steht im Jakobusbrief, Kapitel 4, Verse 13 und 15.

Jakobus schreibt:

Wohlan, die ihr sagt: Heute oder morgen werden wir in die und die Stadt aufbrechen, ein Jahr dort verbringen, gute Geschäfte machen und Gewinne erzielen! Ihr solltet sagen: Wenn der Herr es will, werden wir leben und dies oder jenes tun.“

Ich kann Pläne schmieden und mir gute Ziele vornehmen. Ziele, von denen ich denke, dass sie Gott gefallen. Und doch kann alles anders kommen als geplant.

Ich habe schon Zeiten erlebt, in denen mein Kalender so voll war, dass ich dachte: Jetzt bloß nicht krank werden. Nicht jetzt. Aber dann bin ich doch krank geworden. Alle Termine und Aufgaben musste ich dann absagen, verschieben oder an andere weitergeben.

Und es ging. Die Welt hat sich weitergedreht. Plötzlich hatte ich Zeit. Zeit zum Innehalten und Nachdenken. Und Zeit, um auf Gott zu hören: Was sind deine Pläne, Gott? Und was sind meine? Ich habe im Nachhinein festgestellt, dass diese ungewollte und ungeplante Pause zu dem Zeitpunkt genau richtig war.

Die Verse aus dem Jakobus Brief erinnern mich: Bei allem Planen und Tun – was grundsätzlich nicht verkehrt ist – will ich nicht vergessen, auf Gott zu hören und auch bereit sein, meine Pläne zu ändern oder eine neue Richtung einzuschlagen, wenn Gott es will.

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Kommentare (3)

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Jana /

Liebe Jutta,
Ich habe für Sie gebetet und wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie sich voller Vertrauen in Gottes liebevolle Arme fallen lassen können. Seien Sie gesegnet und geborgen in IHM, alles Liebe!

Rüdiger S. /

Liebe Frau Schmidt
Ihre Andacht hat mir aus dem Herz gesprochen. Seit früher Kindheit zwangen mich meine Krankheit oder Unfälle schon oft ungeplant ins Spital. 2024 hatte ich mit meiner 25. mehr

Jutta /

Über das Wort habe ich gestern gerade viel nachgedacht. Heute ab 9.30 Uhr brauchen wir ganz besonders Gottes Hilfe in einer schwierigen Angelegenheit (Luk. 12,11) und Unterstützung im Gebet.
Danke für jeden, der mit dafür betet! 🙏