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/ Wort zum Tag

Wegweisung

Burghard Affeld über Psalm 25,12.

Wer ist es, der den HERRN fürchtet? Ihm weist er den Weg, den er wählen soll.

Psalm 25,12

Wieder einmal bin ich mit dem Auto unterwegs. Vor meiner Abfahrt habe ich mein Navigationsgerät mit den Daten des Zielortes gefüttert. Obwohl ich den Berechnungen vertraue, schaue ich mir die Route noch einmal auf der Karte an. Die vom Navi vorgeschlagene Route gefällt mir irgendwie nicht. Erklären kann ich das nicht. Es ist so eine Art Bauchgefühl. Folglich fahre ich gegen die Weisung des Navis an dem nächsten Autobahnkreuz nicht auf die andere Autobahn. Ich bleibe auf der von mir gewählten 660 km langen Route. Unterhaltsame Musik im Autoradio verschafft mir gute Laune. Ich bin zuversichtlich.

Wie immer hatte ich vor meiner Abfahrt um die Führung und Bewahrung Gottes gebeten. Froh und entspannt genieße ich die vorbeiziehende sonnendurchflutete Landschaft unter stahlblauem Himmel.

Da wird im Autoradio plötzlich die Musik unterbrochen. Wichtige Verkehrsnachricht, heißt es. „Auf der A 33 hat sich in Richtung Bielefeld ein schwerer Unfall ereignet. Die Autobahn in Richtung Bielefeld muss für eine geraume Zeit gesperrt werden. Bitte benutzen Sie die Umleitung …“ Ich schaue auf die Uhr. Ungefähr um diese Zeit würde ich genau an dieser Stelle des Unfallortes gewesen sein, wenn ich dem Navigationsgerät gefolgt wäre. „Bin ich vor einem Unfall bewahrt worden?“, schoss es mir durch den Kopf. Ich weiß es nicht. Mindestens stünde ich jetzt im Stau.

Alle möglichen Bilder aus meiner Tätigkeit als Notfallseelsorger drängen sich mir auf. Was hätte mir alles passieren können? Wie würde es mir jetzt ergehen? Alles Spekulation! Darüber will ich nun nicht nachdenken. Es ist besser, Gott von Herzen für die Bewahrung zu danken. Das war kein Zufall. Nein! Der Gott, den ich liebe und achte, der hat mich bewahrt und hat mich durch seinen Geist wie einen Blinden geleitet. Blind sind wir alle für das, was schon im nächsten Augenblick auf uns zukommen kann. Bei all unseren Planungen sind wir blind für die Zukunft.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns bewusst unter die Führung Gottes stellen. Wer sich Gott anvertraut, hat die beste Wahl seines Lebens getroffen.

Unermüdlich sprechen die Autoren der biblischen Bücher von wunderbaren Führungen Gottes in ihrem Leben. In den Psalmen, dem Lieder- und Gebetbuch der Bibel, berichten die Beter vom Eingreifen Gottes in oft ausweglosen Situationen. Da rät der König David jedem, sich diesem Gott in allen Entscheidungen vertrauensvoll zu überlassen. So fragt er uns in Psalm 25 Vers 12: „Wer ist es, der den Herrn fürchtet? Ihm weist er den Weg, den er wählen soll.“ Das habe ich auch erlebt.

Fürchten meint hier nicht Angst vor Gott zu haben, sondern in Ehrfurcht auf Gott zu hören. Wer sich auf diesen Gott verlässt, ist nie verlassen. Nicht immer werden wir vor Nöten bewahrt, aber wir werden in unseren Nöten bewahrt. Gott, der Vater Jesu Christi, bringt uns durch. Er führt uns mit und ohne Bauchgefühl durch sein Wort und durch seinen Geist auf allen unseren Wegen. Auch heute.

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Kommentare

Ruth N. /

Ich habe gerne zugehört, danke für die Worte