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/ Das Gespräch

Wenn Helfen weh tut

Nora Krauss wollte ins Ausland reisen und dort Entwicklungshilfe leisten – bis sie sich kritisch damit auseinandergesetzt hat.

Das Fernweh zog sie in die Welt, sie wollte fremde Kulturen kennenlernen und benachteiligten Menschen in anderen Ländern helfen. Langfristig als Missionarin im Ausland leben – das war lange Zeit das klare Ziel für Nora Krauss. Schon öfters hat sie für ein paar Monate im Ausland gelebt und soziale Hilfsprojekte unterstützt. Dabei spürte sie ganz klar: Dafür brennt ihr Herz, das ist ihre Berufung.

Doch dann führte die Corona-Pandemie dazu, dass sie in Deutschland bleiben musste. In dieser Zeit hat sich Nora intensiv mit ihrem Wunsch auseinandergesetzt und ist schließlich an den Punkt gekommen, an dem sie ihr Engagement im Ausland grundsätzlich in Frage gestellt hat. Dabei hat sie ein Buch besonders geprägt: When Helping Hurts von den amerikanischen Autoren Brian Fikkert und Steve Corbett. 

Im Gespräch mit Melissa Loewen berichtet sie von den Zweifeln an ihren guten Absichten und erläutert, unter welchen Bedingungen internationale Entwicklungszusammenarbeit nachhaltig erfolgreich sein kann. Außerdem beschreibt sie ihre Suche nach der eigenen Berufung und wie diese ihr Leben heute ausfüllt – in Deutschland.  

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Kommentare (2)

Roland P. /

Endlich klare Worte zur "(Entwicklungs)Hilfe.
Vielen Dank liebe Nora Krauss.
Mein ständiger Gedanke von vielen Jahren: HILFE ZUR SELBSTHILFE

Eva /

WOW, großartige Gedanken rund ums "Helfen wollen", die auch mich im Fortgeschrittenen Alter noch einmal umdenken lassen. Auch im Bezug auf mein Spendenverhalten.