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/ Bibel heute

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Peter Müller über 1. Korinther 15,12-19.

Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferweckt ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.[...]

1. Korinther 15,12–19

Die jüdischen Sadduzäer verneinten es klar. Mit dieser Überzeugung waren sie nicht allein. Obwohl die Römer ihr Weltreich errichteten, war der Einfluss der Griechen noch gegenwärtig. Sie glaubten, dass sich im Tod die Seele vom Körper löst und weiterlebt.

Paulus erlebte Folgendes in Athen: Die Griechen hatten neben zahlreichen Tempeln für ihre Götter auch einen Altar für den unbekannten Gott errichtet. Auf Grund dieser Bezeichnung predigte Paulus über diesen unbekannten Gott, der ihm vor nicht so langer Zeit persönlich spektakulär begegnet war. Als Paulus unterwegs war, die an Jesus gläubigen Menschen zu verfolgen, blendete ihn ein enormes Licht, aus dem er die Stimme hörte: „Saul, was verfolgst du mich?“ Saul, der später Paulus genannt wurde, fragte: „Wer bist du?“ Die Stimme sagte: „Ich bin Jesus, den du verfolgst“.

Mit dieser und den folgenden Begegnungen hat Paulus den lebendigen, wirklichen und auferstandenen Herrn und Gott erlebt. Gott ist erfahrbar!

 Anfangs waren die Griechen sehr interessiert, etwas Neues zu hören. In Apostelgeschichte 17, Vers 32 wird berichtet: „Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, die anderen sagten: Wir wollen dich ein anderes Mal wieder hören.“

Einige Mitglieder der Korinthergemeinde standen wohl unter diesem Einfluss gemäß ihren Äußerungen. Jedoch waren ihre Worte nicht durchdacht. Es handelte sich erst um Anfänge. Die Gefahr war, dass der Zweifel an einer leiblichen Auferstehung wuchern könnte.

Paulus sah diese Gefahr. Er schritt gegen diese Lehre der Leugnung der Auferstehung ein. War doch die Botschaft der Auferstehung der Toten eine gemeinsame Lehre aller Apostel. Die Zweifler gingen zwar nicht so weit, die Auferstehung Jesu anzufechten. Paulus erkannte die Gefahr, dass auch im Weiteren diese Tatsache Angriffspunkt werden könnte.

Wie war nun die innere Haltung der Christen in Korinth? Im selben Brief schreibt der Apostel Paulus im Kapitel 4, Vers 8: „Ihr seid schon satt geworden, ihr seid schon reich geworden, ihr herrschet ohne uns; und wollte Gott, ihr herrschtet, auf dass auch wir mit euch herrschen möchten!“ Angesichts dieser Haltung konnte die Auferstehungshoffnung leicht preisgegeben werden.

Auch heute lehnen etliche unserer Zeitgenossen den Glauben an ein Leben nach dem Tod ab. Es passt nicht so recht in das „moderne Weltbild“. Das „Christentum“ scheint auch bei uns für viele Gemeindeglieder aus „Gedanken“ und „Anschauungen“ zu bestehen. Man kann sie von etlichen Kanzeln und Lehrstühlen in sehr verschiedener Weise hören. Eigene Gedanken können in die Irre führen.

Paulus schreibt in Vers 13: „Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, dann ist auch Christus nicht auferweckt.“ Man kann nicht in einem Atemzug die Auferstehung der Toten leugnen und die Auferstehung Jesu bekennen. Fällt aber die Auferstehung Jesu dahin, „vergeblich ist dann unser Glaube.“, so Paulus. Die Christen in Korinth mögen weiter an Jesus zu „glauben“ versuchen, aber dieser Versuch ist „vergeblich“, schreibt Paulus. Nur wenn uns Jesus in seiner Auferweckung von Gott in neuer Lebendigkeit geschenkt ist, kann ihn unser Glaube wirklich erreichen und erfassen.

Paulus schreibt weiter: „Noch seid ihr dann in euren Sünden.“ Nicht das Kreuz und auch nicht das Blut Jesu kann uns dann erretten. Paul Humburg hat es treffend gesagt: „Wir haben kein Heilmittel gegen die Sünde, wir haben einen Heilsmittler. Alles hängt an der Gemeinschaft mit Jesus, dem Versöhner und Erretter. Alles ist ganz persönlich. Man kann nur aus Jesu Hand die ewige Gnade Gottes empfangen.“ Die ganze Last unserer Sünde liegt noch auf uns, wenn die erkaltete Hand Jesu mir diese rettende Gnade gar nicht mehr darreichen kann.

Schwerwiegend ist diese Sachlage, wenn es um unser ewiges Schicksal geht. Paulus zieht die Konsequenz: „Folglich sind auch die in Christus Entschlafenen verloren.“ Die Entschlafenen hören nicht einfach auf zu existieren, sie leben weiter. Wenn Jesus nicht auferweckt wurde, sind sie verloren. Sie sind unerlöst und mit ihren Sünden belastet und verloren. Gottes Zorn trifft sie.

Wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann sind wir „bemitleidenswerter als alle (anderen) Menschen“, so der Apostel Paulus. Vergeblich wären dann unsere Mühsal und Entbehrungen, Verfolgung und Leiden, die wir auf uns genommen haben. Viel besser haben es dann die Millionen von Menschen, die diesen Christus gar nicht erst kennen. Sie müssen für ihn nicht leiden und entsagen.

 Das Leben in der Nachfolge Jesu beruht auf der Tatsache der Auferstehung von Jesus Christus. Streicht man die Auferstehung, so ist damit nicht ein Gedanke gestrichen, sondern unserem Heil ist der ganze Boden entzogen!

Manche Zeitgenossen meinen, die Auferstehung Jesu war nur Wunschdenken. Kein Mensch stirbt aber wegen seiner selbsterfundenen Lüge. Bis auf Johannes starben alle Apostel den Märtyrertod, da sie ihr Leben bewusst dem auferstandenen Jesus anvertrauten.

Wie stehen Sie zur Auferstehung? Haben Sie Ihr Leben schon dem auferstandenen Jesus anvertraut? Wenn nein, wenden Sie sich gerne an den ERF. Mitarbeiterinnen sind gerne bereit, Ihnen dabei zu helfen. Denken Sie daran: Es gibt ein Leben nach dem Tod! Ich würde mich freuen, Sie einmal bei Jesus grüßen zu dürfen.

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