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/ Bibel heute

Die Verwandlung der Gläubigen und der Sieg über den Tod

Patrick Pulsfort über 1. Korinther 15,50-58.

Das sage ich aber, liebe Brüder und Schwestern, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.[...]

1. Korinther 15,50–58

Frauen hergehört! Hätten Sie Lust, einen radioaktiven Lippenstift aufzutragen, damit Ihre Lippen schön „strahlen“? Wohl kaum, oder? Tatsächlich hat die Kosmetikbranche im letzten Jahrhundert ein solches Produkt auf den Markt gebracht. Doch am stärksten hat sich der Markt für sogenannte „Anti-Aging“-Produkte entwickelt. Von Werbekampagne zu Werbekampagne überbieten die Hersteller sich mit immer vollmundigeren Behauptungen. JETZT könne man dem Zahn der Zeit endlich etwas entgegenhalten. Das hat man inzwischen schon oft gehört.

Viel Geld könnte gespart und anderweitig ausgegeben werden, wenn wir unseren Körper so behandelten, wie es der Bibel entspricht. Dort lesen wir, dass der menschliche Körper nicht überschätzt werden sollte. Denn unser Körper, so wie er jetzt ist, wird nicht in die Ewigkeit eingehen. Trotz immer neuer angeblicher „Wundermittel“ – die Alterung wird einsetzen!

Im Grunde genommen beginnt schon mit unserem ersten Atemzug ein langsames Dahinsterben. Ich weiß ja, das klingt nicht besonders charmant. Aber immerhin ist es keine Werbelüge! Es ist Wahrheit – aus Gottes Wort. Denn wenn wir dem Sterben entgehen wollen, helfen Lippenstift und Anti-Aging-Cremes nicht weiter. Wir müssen eine ganz andere Verwandlung an unserem Körper geschehen lassen. Diese Verwandlung beschreibt der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief. Sie ist göttlich und übersteigt unser Verständnis der Naturgesetze. Wie kann ein Toter, eine Leiche, verwandelt werden in Leben und Unverweslichkeit, so wie es im Neuen Testament in Aussicht gestellt wird?

Es gibt nur wenige Anhaltspunkte, um auf diese Frage zu antworten. Der Schrift zufolge wird das plötzlich geschehen, und zwar auf eine Weise, die sich mit menschlichen Worten kaum noch beschreiben lässt. Es handelt sich um ein Geheimnis, das gut aufgehoben ist bei unserem Schöpfer, der nicht die Endgültigkeit des Todes will, sondern die Fülle des Lebens.

Das bedeutet aber: So wie es gerade ist, kann es nicht bleiben. Es besteht aller Grund zur Annahme, dass Gott diesen tödlichen Zustand, in dem die Menschheit sich befindet, ursprünglich nicht wollte. Denn das allmähliche Dahinsterben und letztlich die Verwesung des Leibes kann doch nicht ernsthaft gemeint gewesen sein, als Gott den Menschen erschuf und als „sehr gut“ bezeichnete. Irgendwie hat es den Anschein, dass der Tod ein Fremdkörper in der Schöpfung ist. Ich denke nicht, dass Gott ihn im Sinn hatte, als er den Menschen ins Dasein rief.

Aber so, wie sich der Mensch seit der verhängnisvollen Verstrickung in die Sünde vorfindet, stirbt er mit jedem Tag seines Lebens ein Stück weiter. Und es ist genauso schlimm, wie es sich anhört. Wenn dieser tödliche Zustand sich ändern soll, dann muss der Mensch überkleidet werden, und zwar mit einem Kleid, das nicht angetastet werden kann, weder von Zeit und Vergänglichkeit noch von anderen Menschen. Da haben wir ein besonderes Wort: „Unantastbar“. Kein Wort steht wie dieses für das deutsche Grundgesetz. In Anlehnung daran stelle ich mir vor, dass im ursprünglichen Grundgesetz für Gottes Schöpfung sinngemäß gestanden haben könnte: „Die Lebendigkeit des Menschen ist unantastbar.“ Angesichts eines sehr hohen Krankenstandes überall in Westeuropa und angesichts von schier unbesiegbar wirkenden Zivilisationskrankheiten kann man das kaum glauben. Es gilt, nüchtern zur Kenntnis zu nehmen, dass die Lebendigkeit des Menschen sehr wohl angetastet wird – durch unzählige todbringende Faktoren.

Aber die Verheißung des christlichen Glaubens lautet dennoch: ultimative Lebendigkeit. Ein unverwesliches und letztlich ewiges Leben möchte Gott jedem Menschen schenken. Dafür muss er uns neu einkleiden. Das müssen wir uns gefallen lassen. Man könnte auch sagen: Wir müssen uns in die Garderobe des Glaubens begeben, das alte Zeug dalassen und ein neues, göttliches Kleid angezogen bekommen. Durch dieses Kleid kann kein Todesstachel mehr sein Gift so injizieren, dass wir endgültig sterben.

Stattdessen wird der Sieg des Lebens sichtbar, auch heute schon inmitten von Traueranzeigen und ausgebuchten Friedhofskapellen. Aber Sie fragen möglicherweise völlig zurecht: „Wo denn? Wo wird das sichtbar?“ Antwort: An Jesus Christus. Jesus hat den Tod durchschritten und ist nicht in ihm geblieben. Mit einem Bild gesprochen, ist Christus stellvertretend für alle, die an ihn glauben, eingekleidet worden mit einem unverweslichen Kleid des Lebens. Dieses Kleid ist groß, immens groß. Und wir erhalten unseren Anteil daran, wenn wir an ihn glauben, ihm unser Vertrauen schenken. Der Glaube an Jesus Christus verschafft uns Anteil am unverweslichen Kleid des Lebens. Das wärmt unsere Hoffnung. Mit diesem Kleid sind wir gut ausgestattet und können das erfüllen, was den Christen aufgetragen ist und von Paulus wie folgt formuliert wird: „fest und unerschütterlich sein im Werk des Herrn“. Es ist nämlich ein Werk des Lebens, sogar dort, wo wir auf den ersten Blick nur Tod vermuten.

Teure Kosmetikprodukte können eventuell dafür sorgen, dass die Falten ein, zwei Jahre später kommen. Wenn Sie aber nicht nur Lust haben auf mehr als nur ein, zwei weitere Jahre, sondern sich nach einem Zustand ultimativer Lebendigkeit sehnen, so wie es Gottes Schöpfung ursprünglich entspricht, dann investieren Sie lieber in Jesus Christus. Das kostet Sie kein Geld, aber es hat einen hohen Wert, heute, morgen und über die Grenzen des Todes hinaus.

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Kommentare (1)

Stefan H. /

@ "Irgendwie hat es den Anschein, dass der Tod ein Fremdkörper in der Schöpfung ist."
1. Mo 3, 22 deutet an, dass Gott den Menschen ursprünglich das unsterbliche Wesen zugedacht hat, denn der Baum mehr