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/ Bibel heute

Der neue Leib bei der Auferstehung

Marion Christa Nickel über 1. Korinther 15,35-49.

Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen? Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem.[...]

1. Korinther 15,35–49

In der heutigen Textlesung befasst sich der Apostel Paulus mit der Beantwortung einer Frage: „Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen?“

Haben Sie über den Tod und das Sterben schon einmal nachgedacht? Im Prinzip sprechen viele nicht gern über dieses Thema. Mir stellt sich hier die Frage:

„Weshalb gibt es überhaupt den Tod?“

Dazu werde ich in der Bibel im 1. Mose Buch fündig. Der Tod kam in die Welt durch den Ungehorsam des ersten Menschenpaares, Adam und Eva. Sie wollten sein wie Gott und rebellierten gegen ihn. Die Strafe war der Tod und ging von da an auf alle Generationen über. Der körperliche Tod ist eine Folge der Sünde. Paulus schreibt: „Denn der Sold der Sünde ist der Tod.“ Und die Erfahrung zeigt, dass jeder Mensch einmal stirbt. Das ist der Beweis für die Allgemeinheit der Sünde. Der Tod schwebt wie ein Damoklesschwert über jedem Menschen.

Jeder Mensch muss einmal sterben und kommt persönlich vor den Richterstuhl Gottes. Aufgrund seines Erbarmens sandte Gott zur Rettung seinen einzigen Sohn. Damit, dass jeder der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. (Joh. 3,16). Man spricht oft auch von dem ersten Adam, in den jeder Mensch hineingeboren wird und dem zweiten Adam, Jesus Christus, der lebendig macht. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. 

Die geistliche Wiedergeburt eines Menschen bei seiner Umkehr zu Gott kann ebenfalls als Startpunkt der Auferstehung betrachtet werden. Die Hinwendung zu Jesus und der Glaube an das Heilsgeschehen am Kreuz Jesu führt in das ewige Leben. Deshalb schützt die Umkehr zu Jesus und die neue geistliche Geburt den Christen auch vor dem „zweiten Tod“, das Urteil „Gottesferne“ durch das Gericht Gottes.

Im Matthäus-Evangelium, Kap. 22, befand sich Jesus in einer Debatte mit den Sadduzäern, die nicht an eine Auferstehung der Toten glaubten. Jesus spricht hier deutlich über ein himmlisches Dasein in klarem Bewusstsein. Und er lehrte sie: „Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten im Buch Moses, was euch gesagt ist von Gott? Gott, der da spricht: „Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.“

Anders gesagt: Abraham, Isaak und Jakob sind nicht tot, sondern leben!

Der körperliche Tod aber trifft nur den Leib, das ist der „erste Tod“. Die Seelen - nach meiner Überzeugung - der an Jesus Christus Gläubigen sind sofort bei Christus und in der Gegenwart des Herrn. Der verwesende Leib aber bleibt im Grab und wartet auf die Auferstehung.

Die Auferstehung

In der Offenbarung, Kapitel 20,6, steht geschrieben: „Glückselig sind alle, die teilhaben an der ‚ersten Auferstehung‘, denn über diese hat der ‚zweite Tod‘ keine Macht.“ Die Auferstehung von Jesus, dem Sohn Gottes, ist für Christen die Quelle ihres Glaubens.

Jesus Christus ist nach der Kreuzigung am dritten Tag auferstanden. Er erschien seinen Jüngern in leiblicher Gestalt. Gehen wir einmal zurück zu Vers 20: Jesus, so schreibt der Apostel Paulus, ist der Erste der Erstlinge. Hiermit ist gemeint der erste, der von den Toten aufersteht und nicht mehr sterben wird. Und weiter: „Nun aber ist Christus auferstanden aus den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen, d. h. gestorben sind“. Paulus lehrt, dass Jesus „der Erstgeborene vor aller Schöpfung, der Erstgeborene aus den Toten und der Erstgeborene unter vielen Brüdern“ ist.

Das Zeugnis der Jünger offenbart: Jesus Christus hat die Macht der Sünde und des Todes gebrochen. Die frohe Botschaft lautet: Jeder körperliche Tod eines an Jesus Christus Gläubigen wird in der Auferstehung des Leibes enden.

Von diesem Ereignis wird u.a. im 1. Thessalonischerbrief, Kapitel 4, in den Versen 15-17 berichtet: „Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn, dass wir, die Lebenden, die übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden, in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein.“

Ich möchte noch einmal Vers 35 in Erinnerung rufen: „Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen?“ Der Apostel gibt hier eine ziemlich rigorose Antwort. Er bezeichnet den Fragesteller als Narren. Er spricht: „Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder von einem der anderen Samenkörner.“

Ich finde ein wunderbares Bild auf die künftige Seelenernte und die Auferstehung der Gemeinde. Der sterbliche Leib des Christen verhält sich wie ein gesätes Weizenkorn, das in die Erde gelegt wird und stirbt. Etwas ganz Neues entsteht daraus: Ein Fruchtstand, eine Ähre.

Der Leib der Auferstehung wird unverweslich, herrlich, mächtig und geistlich sein. Dies drückt der Apostel Paulus mit den Worten aus: „Und es gibt himmlische Leiber und irdische Leiber. Aber anders ist der Glanz der himmlischen, anders der der irdischen, ein anderer der Glanz der Sonne und ein anderer der Glanz des Mondes und ein anderer der Glanz der Sterne.“

Hier wird wieder die Schöpferkraft und Größe Gottes sichtbar. „Er will uns mit einzigartiger unvorstellbarer Schönheit ausstatten. Jedes Gotteskind wird seinen eigenen Glanz besitzen. Unser neuer Leib wird die Christus-Herrlichkeit widerspiegeln. Die Auferstehung aber derjenigen, die Jesus Christus zu Lebzeiten abgelehnt haben und nicht geistlich wiedergeboren sind, wird eine Auferstehung zum Gericht sein.“

Von der Bibel her sehen wir nirgends, dass es nach dem Tod eine zweite Chance gibt. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, auch in unserer Zeit für die Verkündigung des Evangeliums der Gnade. Nur in Jesus Christus gibt es Rettung und Heil!

Vertrauen auch Sie ihr Leben Jesus Christus an und erhalten Sie durch Ihn Versöhnung mit Gott.

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Kommentare (1)

Rike /

Ist die Trennung von Leib und Seele nicht eine griechische Vorstellung? Stirbt der Mensch laut NT nicht als ganzer mit Leib, Seele und Geist- so wie das Samenkorn als Ganzes stirbt? Ist der Auferstehungsleib nicht auch mit neuer Seele und neuem Geist ausgestattet?