/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Highlights
Oliver Jeske über Psalm 126,1
Ein Wallfahrtslied. Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.
Ich liebe Highlights in meinem Leben: ein schöner Urlaub, ein besonderes Festival … Nur manchmal ist die Bauchlandung zurück im Alltag ziemlich hart. Ganz schnell ist das Hochgefühl wieder futsch.
Wie gut, wenn ich eine Art Erinnerungskultur pflegen kann an die schönen Dinge, die ich erlebt habe.
Bereits vor Jahrtausenden hat es etwas ähnliches gegeben: Der 126. Psalm in der Bibel, geschrieben für Pilger, die nach Jerusalem reisen, beginnt mit den Worten:
„Wir waren wie in einem Traum, als der HERR das Schicksal Zions zum Guten wendete.“ (Psalm 129,1)
Gemeint ist vermutlich: Nach 70 Jahren im Zwangsexil konnten Menschen zurückkehren in ihre ersehnte Heimat, nach Jerusalem und in die Umgegend. Daran sollten sich die erinnern, die es erlebt haben. Aber auch deren Kinder und Kindeskinder.
„Wir waren wie in einem Traum“, als all dies Gute passiert ist. Ja! Aber das hat auch Auswirkungen für heute! Derselbe Psalm spricht auch von Wüste, Tränen und Trockenzeit. Gott ist der gleiche im harten Alltag, in den schweren Erfahrungen genauso wie in den Hochzeiten des Lebens. Er weicht Ihnen und mir nicht von der Seite. Egal, was der heutige Tag bringen mag.
Ihr Kommentar
Kommentare (2)
Herzlichen Dank für diesen Beitrag! Gott ist immer an meiner Seite! Ob ich Erfolge habe oder versage! Wenn er mich segnet, freue ich mich! Wenn er mich durch die Wüste schickt, weiß ich, er ist bei mir! Das ist wahrer Glaube: in guten wie in schlechten Zeiten kann ich mich auf ihn verlassen!
Guten Morgen, Herr Jeske, lieber Bruder; herzlichen Dank für Ihren Anstoss, der mir heute vormittag gut getan hat. Ganz früh noch high, kurz in der Innenstadt gewesen, und daheim mit einer Bauch- … mehr(Bruch)landung angekommen. So gehts manchmal. Und dabei weiß ich genau, dass man übersprudelnden Gedanken nie oder kaum Raum geben sollte. Umso tröstlicher Ihr Anstoss!
Anbei: (vor geraumer Zeit gehört) Luther hat diesen Psalm (V1 - 3) in die Zukunft übersetzt. Man weiß nicht so genau, was ihn dazu angetrieben hat, vielleicht die inneren Ängste, Nöte zur Zeit auf der Wartburg. Korrekt scheint die Form für die Vergangenheit zu sein, aber ich bin kein Hebräer. Aber wie gerne habe ich diesen Psalm gelesen, in der einen oder anderen Form; er hat mir jedesmal gut getan!