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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Der Blick ins Morgen

Annegret Schneider über über Jakobus 4,14.

und wisst nicht, was morgen sein wird. Was ist euer Leben? Dunst seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet.

Jakobus 4,14

„Für morgen habe ich mir dieses oder jenes vorgenommen. Nächste Woche habe ich folgendes geplant. Und am Wochenende? Fehlanzeige – da ist bei mir schon alles ausgebucht.“ So oder ähnlich geht es vielen Zeitgenossen.

Feste Pläne und Vorhaben können einen Terminkalender so sehr füllen, dass man sich geradezu unentbehrlich fühlen könnte.

Und dann platzt da Jakobus mit der Frage hinein: „Was ist euer Leben?“ Und gibt gleich selbst die Antwort: „Dunst seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet.“ Jakobus 4,14 (LUT 2017)

Von wegen Blick ins Morgen - geschweige denn, es im Griff zu haben.

Der Brief des Jakobus ist eine der letzten Schriften im Neuen Testament. Er erinnert Menschen daran, dass niemand über die Zeit verfügt. Nicht einmal über die eigene. Kein Mensch hat seine Zukunft in der Hand, wie wichtig er sich auch vorkommen mag mit all seinen Plänen, Vorhaben und Terminen. Eine Zumutung, was Jakobus da behauptet? Ich bin Dunst, der nach kurzer Zeit verschwindet? Okay, ein angenehmer Gedanke ist das nicht. Aber es ist die Realität; ich werde nicht einmal danach gefragt, ob mir das nun passt oder nicht. Zwei Möglichkeiten habe ich, auf diese Gegebenheit zu reagieren:

Entweder ich vergesse diese Warnung und tue so, als wäre ich selbst Herrin der Zeit und meines Lebens - oder ich nehme meine Zeit aus Gottes Hand und bitte ihn selbst darum, dass er mir hilft, mein Leben nach seinem Willen zu gestalten. Denn wenn ich mich hier auf der Erde für ein Leben mit ihm entscheide und mich ihm anvertraue, werde ich ewig bei ihm sein. Dann wird die kleine Zeit hier auf der Erde übergehen in ein Leben in der Herrlichkeit Gottes.

Die Mahnung aus dem Jakobusbrief kann mir helfen, meine Prioritäten richtig zu setzen. Das will ich mir immer wieder vor Augen halten, damit ich mein Leben nicht buchstäblich verpasse.

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Kommentare (3)

Jutta /

Ich habe keine Pläne mehr. Ich lebe im hier und jetzt. Ich bete jeden morgen und bitte Gott mir zu sagen, wie ich den Tag gestalten soll. Ich suche per Zufall eine Stelle in der Bibel und siehe da: mehr

Andrea F. /

Danke, für Ihre Auslegung!

Margot K. /

Guten Morgen Frau Schneider, vielen Dank für ihre Worte. Es ist sehr wahr, was sie sagen und sollte jedem zu denken geben.