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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Statt Knast kommt die Liebe

Andreas Odrich über Römer 9,20.

Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst?

Römer 9,20

Da verstehe einer Gott. Auf der einen Seite schafft er Gesetze. Gegen die kann ich verstoßen, mich strafbar machen. Aber dann schafft Gott auch die Gnade, die mich vor seinem Strafgericht bestehen lässt. Auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite ließe sich fragen: Wozu denn eigentlich das ganze Hin- und her? 

Nun könnte man meinen: so kann nur der aufgeklärte Mensch im 21. Jahrhundert fragen. Falsch. Schon die Menschen zu Zeiten des Apostels Paulus führen wortwörtlich diese Debatte. Und so sieht sich Paulus in seinem Brief an die Christen in Rom genötigt, ein Stoppzeichen zu setzen und schreibt:

„Ja, lieber Menschen, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst?“ Haben sich die Römer in der Etage vertan, haben wir uns in der Etage vertan? Darf man Gott so kritisieren? Die Antwort: Ja. Denn schließlich steht dies alles wörtlich so in der Bibel. Und ich denke mir - rational ist dem mit meinem bisschen Verstand nicht beizukommen. Aber emotional schon und das ist die Lösung.

Ich darf Gott kritisieren, ich darf ihn in Frage stellen. Ja, lieber Mensch, versuchen Sie das mal mit einem Diktator oder Autokraten. Knast und Unterdrückung warten schon. Gott hingegen antwortet mit Gnade und mit Liebe. Das überzeugt. Mehr als tausend Worte. Mehr als so manche intellektuelle Erklärung. Gott liebt - auf seine Weise. Und das ist gut so.

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Kommentare (1)

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Ursula /

"Gott ist die Liebe...", dieses Lied fällt mir zu Ihrem Anstoß ein, vielen Dank Herr Odrich für Ihre Worte!