Navigation überspringen

/ Aktuelles vom Tag

Buchvorstellung: Muscheln am Strand von Gaza

Hamas-Häftling, Flüchtling und Friedensaktivist: Hamza Abu Howidys Geschichte aus Gaza.

„Ich war allein mit der Folter, allein in der Zelle. … Ich hoffte auf alle jene weltweit, die sich für Palästina einsetzen – dass sie von uns hören würden, erfahren, was hinter den Gefängnismauern mit uns geschah. Ich hoffte, dass sie ihre Stimme erheben, dass Medienberichte erscheinen würden, die verhinderten, dass wir vergessen würden. … [Mir wurde klar:] Wieder hatte die Welt die Gefangenen kaum wahrgenommen. Es liefen so gut wie keine Kampagnen. Wir wurden kaum erwähnt, kaum jemand wusste von uns. Es war ein weiterer Schlag ins Gesicht.“

So beschreibt der knapp 30jährige Palästinenser Hamza Abu Howidy rückblickend seine Gefühle, als er 2023 das zweite Mal von der Hamas verhaftet worden war. Kurz nach dieser Begebenheit musste der junge Friedensaktivist aus Gaza fliehen. Heute lebt er als Flüchtling in Deutschland und hat sein erstes Buch veröffentlich: „Muscheln am Strand von Gaza. Erinnerungen an ein zerstörtes Land.“

Darin berichtet Howidy über seine Kindheit in Gaza, seine wachsende Frustration mit den Lebensbedingungen dort, seinen ersten, heimlichen Kontakt mit einem Israeli und seine Flucht über das Mittelmeer. Außerdem erklärt er, warum er sich als palästinensischer Friedensaktivist weder von der pro-palästinensischen noch von der pro-israelischen Seite vereinnahmen lassen möchte. Sein Credo lautet nämlich: „Kritik vor Solidarität.“
(Red.: Hanna Willhelm)

Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bitte beachten Sie beim Schreiben Ihres Kommentars unsere Netiquette.