/ Wort zum Tag

2. Mose 32,16

Bibelvers

Mose trat in das Tor des Lagers und rief: Her zu mir, wer dem HERRN angehört!

2. Mose 32,16

Als Mose und Josua mit den Zehn Geboten vom Berg kommen, tanzt das Volk Israel wie irre um das Goldene Kalb. Das ist jetzt ihr Gott zum Anfassen, den sie sich von Aaron erbeten haben. Mose hatten sie längst abgeschrieben. Kein Wunder, dass Mose die Tafeln zornig zerschmeißt und loswettert mit diesem: “Her zu mir, wer dem HERRN angehört!“

So etwas würden wir als aufgeklärte Europäer doch nie tun. Oder? Leider doch. Was beten wir an? Welche Götter und Götzen haben wir denn zum Ansehen und Anfassen? Ist es meine geliebte Tageszeitung, die ich auf jeden Fall morgens gelesen haben muss? Wobei mich auch niemand stören darf. Vielleicht sind sogar meine Niederlagen und Enttäuschungen mein Goldenes Kalb, vielleicht sogar die Angst vor diesem oder jenem. Wie oft kreise ich bzw. tanze ich in Gedanken um meine real existierenden Ängste. Ein bedrohlicher Stierkampf und weniger ein Stiertanz!

Werte und Prioritäten – fassbare und unfassbare – welche bestimmen unser Leben? Wer besitzt wen, was besitzt wer? Was uns besetzt, beschäftigt, belegt besitzt uns doch, oder? Und wenn wir so abgedriftet sind wie das Volk Israel - wer darf uns stoppen? Lassen wir uns überhaupt noch etwas sagen? Auf welche Menschen hören wir? Haben wir Freunde, die uns korrigieren dürfen?

Damals hat Mose ein Veto eingelegt. Zum Volk Israel, das befreit war und sich gerade selber wieder versklavte, hat er gerufen. Es war der schneidende Ruf zur Umkehr: „Her zu mir, wer dem HERRN angehört.“ An diesem Tag lauerte nicht die Sünde vor der Tür, sondern stand Mose mit dem Ruf zur Umkehr vor dem Tor. Heute - jetzt steht vielleicht Jesus vor Ihrer Tür und klopft an. Mehr denn je sind auch Christen angesprochen, umzukehren von ihren falschen Wegen, falschen Träumen und falschen Wertigkeiten. Doch Gott sei Dank: Solange uns dieser Ruf trifft – uns Tänzer ums Goldene Kalb - dürfen wir zurück. Das hat Jesus deutlich gesagt. Auch wenn wir spät kommen, gilt uns seine Gnade und Vergebung. Seine Güte ist grenzenlos. Er handelt nicht so, wie wir es verdient hätten. Darum sollten wir nicht so sehr zurücksehen auf das, was hinter uns liegt. Unsere Sünde darf uns nicht aufhalten, zu Gott zu kommen. Denn sein Ruf gilt Sündern, denen, die allein und mit anderen ums Goldene Kalb getanzt haben. Jesus fasst es prägnant zusammen in seinem Heilandsruf: “Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und (Schuld-)beladen seid. Ich will euch erfrischen.“ Das klingt nach einem neuen, guten Lebensentwurf. Ja, das ist es auch! Wie wäre es, heute zu ihm zu kommen und unseren Tanz auf dünnem Eis, egal auf welchem Eis wir uns auch immer befinden, zu verlassen und uns Jesus anzuvertrauen, d. h. sich auf ihn zu verlassen. Das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.

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