10.01.2020 / Flucht
„In jedem Dunkel gibt es ein Licht: Jesus“
Seit 12 Monaten lebt Aziz Niko aus Afghanistan in einem deutschen Kirchenasyl.
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Aziz Niko ist ein freundlicher herzlicher Mensch. Doch der junge Mann aus Kundus in Afghanistan trägt Narben – äußerlich wie innerlich. Weil sein Vater nicht mit den Taliban zusammenarbeiten wollte, explodiert eine Bombe in ihrer Wohnung. Aziz ist seitdem am Bein verletzt; kurz darauf wird er auch noch von den Taliban entführt. Aziz spricht über seine Gefangenschaft: „Es war dunkel. Ich war zehn Tage ohne Essen und Trinken. Ich wurde jeden Tag geschlagen.“
25 Tage auf der Flucht
Aziz Glück: Sein Onkel ist ein muslimischer Mullah. Er kann ihn unter einem Vorwand befreien. Doch Aziz wird weiter bedroht. Er flieht deshalb über den Iran, die Türkei und schließlich übers Mittelmeer bis nach Griechenland. „Ich war 25 Tage unterwegs. Eine Woche war ich ohne Geld, Essen und Trinken. Gar nichts!“
Alles Geld, das seine Familie zusammenkratzen kann, geht an Fluchthelfer. Rund 2.300 $ hat Aziz an sie gezahlt, sagt er. Völlig entkräftet kommt er schließlich in Österreich an. In einem Asylantenheim begegnet Aziz einem Mann aus dem Iran.
„Ich habe gesehen, wie er jeden Abend die Bibel las. Ich bin mit ihm über Jesus ins Gespräch gekommen.“ Aziz wird neugierig, fängt selbst an die Bibel in seiner Heimatsprache zu lesen. „Ich habe das halbe Alte und das halbe Neue Testament durchgelesen.“
Aziz: „Jesus ist bei mir“
Schließlich besucht Aziz eine persischsprachige Gemeinde und wird Christ. Er lässt sich taufen. Als sichtbares Zeichen seiner Beziehung zu Jesus trägt er seitdem eine Tätowierung auf dem Arm: ein großes Kreuz. Dennoch kommt der Schock: Aziz soll aus Österreich nach Afghanistan ausgewiesen werden. Er flieht nach Deutschland. Hier muss er eineinhalb Jahre im Kirchenasyl überstehen. Danach erst hat der die Chance auf ein neues Verfahren. Die Dublin-Regeln wollen es so. Bei allem ist Aziz zuversichtlich: „Wir in Afghanistan sagen: In jedem Dunkel gibt es ein Licht. Ich bin jetzt im Dunkel. Aber Jesus ist bei mir. Ich bin glücklich.“
Nach Afghanistan zurück kann Aziz nicht. Sein Onkel, der Mullah, hat ihm mit dem Tod gedroht, weil er Christ geworden ist. Jetzt hofft Aziz auf eine Zukunft in Deutschland. Und dass irgendwann seine Eltern und Geschwister nachkommen können. Wie er sind sie inzwischen vor den Taliban in den Iran geflohen.
Wenn Sie Aziz Niko unterstützen wollen, leiten wir Ihr Hilfsangebot gerne vertraulich an ihn weiter. Schreiben Sie uns eine E-Mail.
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