CD der Woche
Kristene DiMarco: Safe Place
Keine Krise in Sicht? - Dann eben Lieder über's Glücklichsein
Groooße Gefühle, tiefe Krisen, Beziehungsdramen, spirituelle Schlüsselmomente. Das ist der Stoff, aus dem große Filme und Songs gemacht sind. Das weiß auch Kristene DiMarco auf Ihrer CD „Safe place“.
Was aber wenn, gerade Sommerlochzeit ist nichts Grandioses, Dramatisches oder Überraschendes passiert? Worüber soll ein Musiker dann bloß seine Lieder schreiben?
Das weiß Kristene DiMarco. Das Problem hatte sie nämlich tatsächlich als sie an ihrem 2. Album saß. Alles perfekt, nichts krumm. Die junge Amerikanerin ist frisch verheiratet, ihr Baby Laurelai ist gesund und munter, sie hat einen Traumjob als Musikerin und– und lebt außerdem noch im sonnigen Kalifornien.
Kristene DiMarco ist ein glücklicher Mensch und genau das hat bei ihr zu einer kleinen Schreibblockade geführt.
Schreiben über's Glücklichsein
Anscheinend hat sie die Schreibblockade dann aber doch überwunden. Nach vier Jahren ging's weiter. Sie hat aus der Pseudonot eine Tugend gemacht: Sie transportiert ihre Zufriedenheit, dieses "pudelwohl-wonnige-Glücklichsein" aus ihrem Leben direkt in ihre Songs. Dabei herausgekommen ist mit "Safe Place" ein charmantes, warmherziges Album.
Der Grund ihrer Dankbarkeit - "Paint Me A Picture"
Woran liegt ihre Jahrelange Glückssträhne? An Gott. Und sie singt auch davon. Aber nicht nur für ihr Glück ist Gott verantwortlich, sondern auch für Kreativität – und Kristene DiMarco setzt das in ihrer Musik, in ihrer Kunst frei. Davon singt sie in ihrem Song „Paint Me A Picture“.
Safe Place - "Awaken"
Entspannung für die Ohren - aber nicht nur klanglich, sondern auch textlich. Mit hintergründigen, aber schlichten Worten drückt sie aus, was sie im Inneren bewegt. Ihre Songs haben dadurch etwas außergewöhnlich Persönliches.
Zum Beispiel im Song Awaken. Da beschreibt sie eine fast intime Begegnung mit Gott. "Wenn du mich willst", singt sie da. "Dann nimm mich ein. Mach mich dein."
Safe Place - „A long time ago“
Hier werden zwei Bilder gegeneinander ausgespielt: die scheinbar schöne, heile Welt, die sie von außen umgibt und die Welt in ihrem Innern mit Verzweiflung, Einsamkeit und Tränen. Und da kommt Gott ins Spiel. Der kann die Gegensätze zusammenbringen.

