Serviceartikel

Gute Entscheidungen - ein Lottogewinn!

Die Natur von Entscheidung und Weisheit.

Falsche Vorstellungen über die Natur von Entscheidungen führen immer wieder dazu, dass man schon beim Wort „Entscheidung“ zurückschreckt. Man denkt an die Verantwortung und fühlt sich oft überfordert. Doch die Erkenntnis über die eigene Entscheidungskraft kann sich weit besser auf das eigene Leben auswirken als ein Lottogewinn!  Dazu eine kurze Einführung in die Natur von Entscheidung und Weisheit und ihre Auswirkungen auf das Leben.

Was sind Entscheidungen und was nicht?

Zunächst muss man verstehen, was Entscheidungen sind und was nicht. Die meisten Menschen denken beim Begriff Entscheidung an Fragen wie: Wo will ich den nächsten Urlaub verbringen? Welchen Beruf soll ich erlernen? Welche Wohnung mieten? Tatsächlich ist es aber so, dass jeder Handlung eine Entscheidung vorausgeht. Zu diesen meist unbewussten Entscheidungen gehören: Wann gehe ich abends ins Bett, für welche Uhrzeit stelle ich meinen Wecker, was sage ich und was nicht. Auch die Antwort auf die Frage, ob ich will, dass andere für mich entscheiden, ist eine Entscheidung. Mit anderen Worten: Handlung und Entscheidung bedingen einander und gehen Hand in Hand, unabhängig davon, ob sie sie zeitlich auseinander liegen.

Daraus folgt, dass etwas nur dann eine Entscheidung ist, wenn man auch danach handelt. Folgt der „Entscheidung“ keine Handlung, ist es lediglich eine Intention. Folgen auf „gute Vorsätze“ keine Taten, hat man sich letztlich gegen „das Gute“ entschieden.

Entscheidungen werden zu Gewohnheiten — ein Erfolgsrezept

Weil es viel zu aufwendig wäre, sich immer bewusst entscheiden zu müssen, wandelt der Mensch Entscheidungen in Gewohnheiten um. Über diese „gewohnheitsmäßigen Entscheidungen“ denkt niemand groß nach. Man handelt einfach „automatisch“. Kaum jemand denkt noch darüber nach, sich nach dem Essen die Zähne zu putzen, das geschieht meistens automatisch. Beleidigungen nicht mehr persönlich zu nehmen, geschieht irgendwann ebenfalls „automatisch“.

Solche Automatismen steuern einen großen Teil des Lebens. Doch jede dieser Gewohnheiten musste erst einmal gebildet werden. Demjenigen, der sich einmal entschieden hat, immer auf eine bestimmte Weise zu handeln oder zu denken, fällt es leicht, dies auch regelmäßig zu tun. Genau darin liegt der Schlüssel zum Erfolg. Denn am Ende sind es nicht die Dinge, die man ein paar Mal tut, die den Weg (und damit das Resultat) des eigenen Lebens bestimmen, sondern die Dinge, die man ständig tut.

Konsequenzen sind das Ziel

Auf Entscheidungen folgen Konsequenzen. Die Konsequenzen sind der Grund, warum sich jemand für etwas entscheidet. Ein Beispiel: Wenn ich mich bewusster ernähre (Entscheidung), werde ich gesünder (Konsequenz = Ziel). Leider wird das Wort „Konsequenzen“ fast ausschließlich negativ verwendet, obwohl auf gute Entscheidungen auch gute Konsequenzen folgen können. So betrachtet, werden Konsequenzen zu einem wertvollen Verbündeten. Doch zunächst ein negatives Beispiel. Denn es sind die negativen Resultate, die einem zu schaffen machen.

Das folgende sehr stark vereinfachte Beispiel zeigt den Weg eines Jungen, der von einem schönen Leben träumt, aber seine Taten nicht auf sein Lebensziel ausrichtet, sondern allein auf das, was ihm direkt vor Augen liegt:

Lebenstraum: Eine schöne, reiche Frau und eine eigene Villa mit Swimmingpool.

Passive Entscheidung: Ich habe keine Lust zu lernen, also bemühe ich mich nicht um gute Zensuren.
Konsequenz: Ich werde aus dem Kreis der ´guten Schüler´ ausgeschlossen.
Folgeentscheidung: Ich halte mich ab jetzt zu den ´coolen´ Schülern, die auch nicht lernen und viel mehr Spaß haben.
Konsequenz: Ich komme immer mehr in die Gesellschaft von Träumern und Sprücheklopfern und verdiene später schlecht.
Folgeentscheidung: Ich heirate eine Frau aus meinem sozialen Umfeld – also aus der eingeschränkten „Auswahl“ die mir noch bleibt. Ich habe ja keine Wahl!
Konsequenz: Meine Frau ist genau wie ich und in der Ehe funktioniert es nicht.

Resultat: Ich bin unzufrieden mit meinem Leben.

Die täglichen Entscheidungen sind der Schlüssel zur Freiheit

Häufig ist man im Leben viel zu sehr mit den großen Entscheidungen beschäftigt: Wen heirate ich? Was für einen Beruf erlerne ich? Soll ich mich „auf das Geschäft“ einlassen oder nicht? Doch die großen Entscheidungen werden durch tausend kleine alltägliche Entscheidungen gestaltet. Bis man soweit ist, jemanden zu heiraten, haben die vielen kleinen, alltäglichen Entscheidungen die Auswahl möglicherweise so weit eingeschränkt, dass bei den großen Entscheidungen von „freier Wahl“ keine Rede mehr sein kann.

Das mag auf den ersten Blick negativ erscheinen, doch genau in dieser Erkenntnis liegt der Schlüssel in die Freiheit. Denn wer die Kraft der „harmlosen“ Angewohnheiten, die sich verhältnismäßig leicht ändern lassen, begriffen hat,  kann dadurch sein ganzes „Lebensboot“ herumreißen und auf einen vollkommen neuen Kurs bringen. Denn kleine Entscheidungen sind wie das Steuerrad auf einem Kreuzfahrtschiff: Es ist leicht zu bedienen und winzig klein im Vergleich zum riesigen Kreuzer, doch es allein entscheidet, wo das Schiff am Ende ankommt. Wer in seine kleinen Entscheidungen und „harmlosen“ Angewohnheiten Veränderung bringt, beeinflusst dadurch das gesamte Leben.

Zeit zur Selbstreflektion

Um gute „Entscheidungen“ zu treffen, muss man aber zuerst die eigenen tiefsten Sehnsüchte und Wünsche kennen. Denn darauf sollte man sein „Lebensboot“ ausrichten. Folgende Frage sollte man sich stellen: „Wenn ich am Ende meines Lebens angekommen bin und zurückblicke, was möchte ich erreicht haben? Was ist das Wichtigste im Leben? Worauf kommt es mir an?“ Erst wenn man sich über diese Frage einigermaßen im Klaren ist, kann man damit anfangen, „gute Entscheidungen“ zu treffen. Doch was tun, wenn man sich mit all dem überfordert fühlt und nicht weiß, wo man anfangen sollte? Die Summe dieser Erkenntnis und der entsprechenden Taten ist in einem Wort zusammengefasst: Weisheit. Weisheit aber, ist eine Gotteskraft. Wer sie noch nicht hat, kann Gott einfach darum bitten und bekommt Hilfe. (vgl. Jakobus 1,5) Der Anfang jedes neuen und guten Werks liegt im „Reden zu Gott“ und im „Bitten um Weisheit“.

Das Gesamtpaket Weisheit

Die Bibel ist voller Weisheit, die alle Zeit überdauert hat. Sie beschreibt einen Menschen, der „Tag und Nacht“ in ihr liest, als einen Baum am Wasser gepflanzt, der gute Früchte (Psalm 1) trägt. Darüber hinaus ist Gott die Weisheit so wichtig, dass er ihr zusätzlich ein ganzes Buch gewidmet hat: Das Buch der guten Entscheidungen oder – wie es im Inhaltsverzeichnis der Bibel steht – das Buch der Sprüche.

Darin wird erklärt, dass Weisheit wenig mit dem Intelligenzquotienten zu tun hat. Weisheit ist vielmehr ein Gesamtpaket. Zu ihr gehören: Wissen, Verstehen, Erfahrung, Einsicht, Wohlwollen, Liebe zur Wahrheit, Liebe zum Frieden, Demut und viel Geduld. In der Bibel steht geschrieben: Achte die Weisheit hoch, dann verschafft sie dir Ansehen. Sie bringt dich zu Ehren, wenn du ´sie umarmst´ (also handelst, die Redaktion)." (Sprüche 4,8) Was bedeutet das? Es bedeutet: Die Weisheit ehrt nicht die Person die sie hat, sondern nur die Person die nach ihrem Rat lebt. Oder wie Jesus sagte: Wenn ihr dies wisst (was ich gelehrt habe), selig seid ihr, wenn ihrs tut!" (Johannes 13,17) Nur wer gemäß seiner Weisheit handelt, vermehrt ihren Einfluss auf das eigene Leben. 

Fazit

Die Beste Entscheidung ist, Gott um Weisheit zu bitten und danach zu handeln. Denn in Sprüche 3,13-19 steht: „Wohl dem Menschen, der Weisheit gewinnt! Denn es ist besser, ‚sie‘ zu erwerben, als Silber, und ihr Ertrag ist besser als Gold. Sie ist edler als Perlen, und alles, was du wünschen magst, ist nicht mit ihr zu vergleichen. Langes Leben ist in ihrer rechten Hand, in ihrer Linken ist Reichtum und Ehre. Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Frieden. Sie ist ein Baum des Lebens für die, die sie ergreifen, und gut geht es allen die sie festhalten.“


Wollen Sie wissen, wie Sie gute Gewohnheiten einstudieren können? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Artikel „Gute Gewohnheiten - das Erfolgsgeheimnis! 5 Schritte zu guten Gewohnheiten.“

 

Banner zum Schwerpunktthema

 


Kommentare

Von Elvira K. am .

Guter und anschaulicher Beispiel von dem Schüler. Und das "einleuchten", dass jeder Handlung eine bewusste oder unbewusste Entscheidung zu Grunde liegt. Wen ich mich immer wieder entscheide nicht über andere schlecht zu reden, wird es irgendwann zu meiner Gewohnheit. Dazu- es entspricht den Willen Gottes

Von Anita J: am .

Ein wahrer Gewinn deine tiefe Erkenntniss, was alles in unserem Leben letztlich eine Entscheidung ist. Eine Entscheidung die im Moment vielleicht nur ganz klein und unwichtig erscheint - über die Zeit hinweg aber grosse Konsequenzen mit sich bringt, gute oder schlechte. Das geht doch ins gleiche wie: Gal 6,7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Vielen Dank!

Von Peter N. am .

Danke für diesen Input. Er hilft wirklich das Wesen der vielen täglichen Entscheidungen besser zu verstehen und daher achtsamer mit Entscheidungen umzugehen. Möge Gott mir mehr Weisheit gerade auch in diesen Situationen geben.

Von Peter am .

Danke, sehr hilfreicher Text.


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.