Bibellese-Material für Ihren Hauskreis: Markus 1,1-13

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese zu Markus 1,1-13

Erklärung zu Markus 1,1-13

Erklärungen

2: "Bote" ist sowohl im Hebräischen als auch im Griechischen das gleiche Wort wie „Engel“.

3-4: Unter "Wüste" darf man sich keine Sandwüste wie die Sahara vorstellen. Es handelt sich dabei um eine unwirtliche Steinwüste mit spärlicher Vegetation.

"Buße" bedeutet wörtlich „Sinnesänderung“ und meint die Abkehr von der Sünde mit gleichzeitiger Umkehr zu Gott, wie sie beispielsweise im Gleichnis vom verlorenen Sohn anschaulich wird (Lk 15,11-24).

"Sünde" meinte im Griechischen ursprünglich „Verfehlung“. Dahinter steht – wie im Deutschen – das Bild von einer Zielscheibe, die jemand verfehlt. Auf Gott soll das Leben abzielen. Wer ihn links liegen lässt, verfehlt seine Bestimmung und sündigt damit.

5: "Bekennen" bedeutet im Griechischen wörtlich „das Gleiche sagen“. Wer also seine Sünde bekennt, stimmt im Urteil darüber mit Gott überein.

7-8: Mit diesen Worten reagiert Johannes auf die Überlegung der Leute, ob er nicht der verheißene Messias (Christus) sein könne (Lk 3,15).

9: "Nazareth" war Jesu Heimatstadt, seit er mit seinen Eltern aus Ägypten zurückgekehrt war (Mt 2,19-23; Lk 2,39; 4,16).

10-11: Hier wird der dreieinige Gott sichtbar in dem himmlischen Vater, der seinen "Geist" auf seinen "Sohn" kommen lässt. Obwohl es nur einen Gott gibt (1. Tim 2,5), so offenbart er sich doch in drei Personen (vgl. Mt 28,19; 2. Kor 13,13).

Der Heilige Geist ist keine "Taube", er erscheint nur als eine solche. An anderer Stelle wird er mit Wasser (Jes 44,3) oder (Feuer-)Zungen (Apg 2,2-4) in Verbindung gebracht.

Der Vater im Himmel beglaubigt Jesus zu Beginn seines öffentlichen Auftretens als seinen "Sohn". Ein weiteres Mal tut er das gegenüber dem „harten Kern“ der Jünger während der sogenannten Verklärung Jesu am Ende seines öffentlichen Auftretens (Mk 9,2-7).

12-13: Was Markus hier nur zusammenfassend mitteilt, haben Matthäus und Lukas in ihrem Evangelium jeweils zu Beginn des 4. Kapitels ausführlich dargestellt.
Doch nur Markus erwähnt die "wilden Tiere". Ob dadurch der Bezug zur Versuchung des Menschen im Paradies (Schlange) hergestellt werden soll? Während dort der „erste Adam“ der Versuchung unterlag, geht hier der „letzte Adam“ siegreich daraus hervor (vgl. Röm 5,12-21; 1. Kor 15,45).

Fragen

Beobachten
* Wie wird Jesus Christus bezeichnet?
* Worum geht es in der Predigt des Täufers?
* Was erfahren wir über Johannes’ Lebensstil?
* Was tut Johannes der Täufer?
* Was bewirkt sein Auftreten?
* Wo liegt von Judäa aus gesehen Galiläa (9)?

Tipp: Karte in der Bibel.
* Worin besteht Johannes’ Aufgabe?
* Wie kommt Markus dazu, Jesus Christus als Sohn Gottes zu bezeichnen (1)?

Tipp: Vers 11.
* Wo tritt die Dreieinigkeit Gottes – Vater, Sohn und Heiliger Geist – zu Tage?
* Wem gehört „die Stimme“ in Vers 11?
* Welche Details erfahren wir durch die Berichte von Matthäus (4,1-11) und Lukas (4,1-13) über die Versuchung Jesu (12-13)?

Verstehen
* Wie erfüllt sich das Prophetenwort von Vers 2-3?
* Welche Bedeutung hat die Taufe des Johannes?
* Worin unterscheidet sich die christliche Taufe von der des Johannes?

Tipp: Lesen Sie auch Apostelgeschichte 19,1-6 und Römer 6,1-4.
* Warum lässt sich Jesus, der „von keiner Sünde wusste“ (2. Kor 5,21), taufen? Die Taufe war doch Ausdruck der Buße mit dem Ziel, Vergebung zu bekommen (4) und dem Endgericht zu entfliehen (Lk 3,7).
* Warum wird der Heilige Geist wohl mit einer Taube in Verbindung gebracht? Was könnte das bedeuten? (Heutzutage sind Tauben doch eher eine Plage in unseren Städten …)
* Was bedeutet „mit dem Heiligen Geist taufen“ (8)?
* Warum können auch wir sagen, dass wir Gottes „lieber Sohn“ bzw. „liebe Tochter“ sind? Oder können wir das gar nicht? Falls doch: Worin unterscheiden wir uns dann noch von Jesus?
* Welche Bedeutung hat es für uns, dass Jesus den teuflischen Versuchungen widerstanden hat? Andersherum: Was wäre gewesen, wenn er nachgegeben hätte (und damit gesündigt hätte)?

Anwenden
* Johannes der Täufer bereitete Jesus den Weg zu den Herzen der Menschen. Wie können Sie heute Ähnliches tun?
* Wie haben Sie Ihre Taufe erlebt?
* Geistlicher Höhepunkt und Versuchung liegen bei Jesus nah beisammen (9-11 und 12-13). Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht, etwa nach gesegneten Freizeiten, Konferenzen …?
* Wie Jesus können auch wir Engeldienste erleben (Hebr 1,14). Wer hat da Erfahrungen machen können?

Anregungen
* Versuchen Sie diesen Abschnitt aus der ganz persönlichen Sicht von Johannes dem Täufer zu sehen. Was mag er gedacht und empfunden haben
* angesichts der Menschen, die zu ihm strömten,
* angesichts Jesu, der sich von ihm taufen lassen will,
* angesichts der Offenbarung Gottes vom Himmel?

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