Kommentar zum Jahresende 2010 Lesezeit: ~ 1 min

Ein Auftrag für alle Christen

Welche Rolle wird der christliche Glauben in Zukunft in unserer Gesellschaft spielen? Ein Kommentar zum Jahresende von Andreas Odrich, Chefredakteur ERF Radio

Angela Merkel zum schwindenden Christentum

„Ich habe keine Angst vor dem Islam. Ich habe Angst vor einem schwindenden Christentum.“ Dieser Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel geht an die Substanz. Gesagt hat sie ihn auf dem CDU-Parteitag Mitte November kurz vor dem Buß- und Bettag.

Doch er richtet sich nicht nur an ihre Partei. Er ist ein Auftrag für alle Christen im Land. Denn Glaube ist in Deutschland immer noch Privatsache. Während Muslime inzwischen ganz selbstverständlich auf der Autobahnraststätte ihren Gebetsteppich ausrollen, traut sich von den Christen kaum jemand, wenigstens still am Tisch zu beten.

Kirche nur aus touristischen Gründen interessant?

Was also soll ein frommer Muslim von uns lernen? Dass für uns Familie und Ehe keinen Wert mehr haben? Dass wir eine Kirche nur aus touristischen Gründen interessant finden? Warum stehen wir nicht dazu, dass vieles in unserer Gesellschaft christliche Wurzeln hat, zum Beispiel die soziale Marktwirtschaft. Warum werden Christen weich und trauen sich nicht zu sagen, dass eine Abtreibung keine tragfähig Lösung ist?

Und dabei geht es nicht darum, dass wir anderen irgendwelche Wahrheiten um die Ohren hauen. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde Das Böse mit Gutem.“ So lautet die Jahreslosung 2011. Und genau das ist es! Tolerant sein, aber einen festen Standpunkt haben. Liebe üben statt Hass zu predigen. Menschen auf Augenhöhe begegnen, aber nicht den Stab über sie brechen. Barmherzig sein, aber nicht beliebig.

Das wäre ein guter Vorsatz für 2011. Das Christentum kann so wieder wachsen. Nicht explosionsartig, aber wie eine Blume, die durch den Asphalt bricht und sich langsam ihren Weg bahnt. In diesem Sinne uns allen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2011.
 


Kommentare

Von Anatol am .

^^ oh man nicht so dunkel... Jesus lebt und Gott alleine bewirkt den Glauben in uns ;) Nur Vertrauen ist gefragt!

Von Nika am .

?irgendwelche Wahrheiten um die Ohren hauen? irgendwelche??? Gerettet zu werden, weil Jesus Christus für mich; eigentlich für meine Sünden starb und das doch nicht laut sagen können, von lauter Angst als nicht tolerant zu bezeichnet werden? Liebe üben statt Hass predigen; in welchen christlichen Kirchen wird Hass gepredigt??? Wer bricht den Stab über die anderen? Wir Christen? Warum hat Ehe oder Familie für uns keinen Wert mehr? Weil es alles nur Phrasen sind, weil viele Predigten so von Liebe mehr

Von Gaby van Hees Nagel am .

Diese Worte berühren mich tief - ich will sie in mein Herz schreiben
und dafür beten, dass die Blume aufgeht in strahlenden Farben, dass das Licht, das in unsere Welt gekommen ist, hell leuchtet. Heller als jedes andere Licht ist Jesus Christus, das wahre Licht, das Licht der Welt. Danke Jesus für Deine unbeschreibliche vollkommene Liebe und für Dein Licht, das die Seele wärmt und erleuchtet. Das heilt und tröstet, das glücklich macht. Lasst uns alle, die wir Christus lieben, sein Licht weitergeben.
Gaby

Von Jürgen Mann am .

Danke für diesen Mut machenden Beitrag! Euch allen ein gesegnetes 2011. Freut Euch an dem HERRN!

Von Renate am .

Ja! Damit haben Sie es auf den Punkt gebracht: "Tolerant sein, aber einen festen Standpunkt haben." Genau das ist es, was vielen Christen zu fehlen scheint. Besinnen wir uns darauf, wer wir als Gottes Kinder sind und was wir in IHM haben und begegnen wir anderen in dieser (= Jesu) Gesinnung! Dann sind wir auf dem richtigen Weg. Das wünsche ich uns allen für das neue Jahr!


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