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© Dewang Gupta / unsplash.com

08.12.2022 / ERF Global Hope / Lesezeit: ~ 4 min

Autor/-in: Ingrid Will

Jesus, das Licht der Welt

Was Sonnenlicht uns über Jesus lehrt und wie ERF Partner TWR mit Licht Jesus nach Sri Lanka bringt.


Jesus blieb aber nicht in Nazareth, sondern wohnte von da an in Kapernaum am See Genezareth […].. Das geschah, damit sich erfüllte, was Gott durch den Propheten Jesaja angekündigt hatte: „[…] Das Land am See und jenseits des Jordan, das Galiläa der heidnischen Völker, das Volk, das in der Finsternis wohnt, sieht ein großes Licht. Hell strahlt es auf über denen, die im Schatten des Todes leben und ohne Hoffnung sind.“ (Matthäus 4, 12-16)

Matthäus zitiert hier aus dem alttestamentlichen Buch Jesaja. Die Region um Kapernaum war zu Jesajas Zeiten bekannt als „Galiläa der Heiden“. Die Menschen dort lebten ohne Gott und daher „in der Finsternis“. Jesaja sagte jedoch voraus, dass in dieser Gegend mit dem Kommen des Messias ein Licht aufgehen würde. Jesus erfüllt diese Prophezeiung. Anstatt zuerst in die „gut beleuchtete“ Region Judäa zu kommen, kommt er zuerst nach Kapernaum, zu den Menschen, die in Dunkelheit leben.
 

Essenziell wie Sonnenlicht

Im Alten Testament wird der Messias immer wieder als Licht charakterisiert. Auch im neuen Testament bezeichnet sich Jesus an mehreren Stellen als das Licht. In Johannes 8,12 sagt er: „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Doch was bedeutet das konkret?

Neulich hörte ich einen Podcast dazu, welche Auswirkung Sonnenlicht auf unsere Gesundheit hat. Es ist bekannt, dass unser Körper durch Sonneneinstrahlung Vitamin D produziert. Aber das Infrarotlicht der Sonne beeinflusst auch unzählige weitere biologische Abläufe. Zum Beispiel hilft es unserem Körper geschädigte Mitochondrien, die Kraftwerke unserer Zellen, zu regenerieren. Auch für unseren Biorhythmus ist Licht entscheidend. Daher ist es wichtig vor allem morgens nach draußen zu gehen.

Mir persönlich geht es besser, wenn ich genügend Sonne abbekomme. Aber auch wenn ich morgens Zeit mit Jesus verbringe. Sonnenlicht brauche ich für meinen Körper, das Licht Jesu für meinen Geist. Jesus sagt von sich, er sei das einzig wahre Licht. Sein Licht ist von noch größerer Bedeutung als Sonnenlicht für unseren Körper.
 

Was Fotografie uns über Jesu Licht lehrt

Doch Licht hat noch mehr Facetten. Mein Mann ist Fotograf. Für ihn sind gute Lichtverhältnisse die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Fotoshooting. Das sagt schon der Begriff „Fotografie“. Er setzt sich aus den Worten „Licht“ und „malen“ zusammen. Wenn mein Mann draußen fotografiert, macht er das am liebsten am frühen Abend. Dann ist das Licht weicher und schöner. Die speziellen Lichtstimmungen machen Fotos einzigartig.

Dieser Vergleich hilft mir die Bedeutung von Jesus als Licht der Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen: Ähnlich wie eine Kameralinse Licht auf den Sensor fokussiert um ein Bild zu “malen”, möchte ich, dass Jesu Licht durch mich scheint. Nur dann kann ich es an die Orte bringen, die Licht brauchen.
 

Licht in einem dunklen Land

Genau das tut auch unser internationaler Partner TWR mit Medienprojekten auf der ganzen Welt. Als Projektkoordinatorin bei ERF Global Hope habe ich das Privileg, jeden Tag Geschichten von Menschen zu lesen, deren Leben sich durch Gottes Licht verändert hat. Besonders berührt hat mich ein neues Projekt von TWR Lanka, das Menschen sowohl physisches als auch geistliches Licht schenkt.

Sri Lanka befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Die monatliche Inflationsrate betrug dieses Jahr bis zu 90 Prozent. Oft kann man keine Lebensmittel, Treibstoff oder Medikamente kaufen. Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Es ist eine schwierige Lage für unseren Medienpartner TWR Lanka. Das kleine Team produziert dennoch wöchentlich zehn verschiedene Programme, die über Radio und auf Social Media verbreitet werden. Die Sendungen wollen die christliche Minderheit ermutigen, aber auch Menschen mit einem anderen religiösen Hintergrund die Hoffnungsbotschaft von Jesus näherbringen.
 

Solarmodul schenkt Hoffnung

In letzter Zeit merkte das Team, dass viele Hörer wegen der Stromausfälle die Programme nicht mehr regelmäßig hören konnten. Es beschloss, einzelnen ein kleines Solarmodul zu schenken. Die Familie der 15-jährigen Hashini war die erste, denen die Mitarbeiter ein solches Modul aufs Dach bauten. Es ist mit einem Radio verbunden und liefert zusätzlich Strom für einige Lampen. Haschinis Familie hat einen buddhistischen Hintergrund und lebt auf dem Land in sehr ärmlichen Verhältnissen. Das elektrische Licht hat ihr Leben in vielerlei Hinsicht zum Positiven verändert.

Seit zwei Jahren höre ich die Sendungen von TWR Lanka. Ich fühle mich glücklich, mutig und hoffnungsvoll, wenn ich euer Programm höre. Das, was ich über Jesus erfahre, teile ich mit meinen Freundinnen. Ich bin sehr froh, dass wir das Solarmodul erhalten haben. Es ist mein Traum Flugbegleiterin zu werden. Dafür muss ich einen guten Schulabschluss schaffen. Endlich kann ich nun abends richtig lernen. Mit einer Kerosinlampe fiel mir das viel schwerer. – Hashini, Hörerin TWR Lanka

 

Meine Tochter hört sich die Sendungen regelmäßig und sehr gerne an. Seitdem wir das Solarradio haben, höre ich sie auch beim Kochen. Und endlich habe ich abends gutes Licht in der Küche! Wir haben viele finanzielle Probleme. Nie haben die Menschen in unserer Umgebung uns geholfen. Nur ihr seid gekommen, um uns zu helfen! – Hashinis Mutter, Hörerin von TWR Lanka

 

Die Rückmeldungen der Mutter und Tochter zeigen, dass sich ihre Herzen gegenüber Jesus öffnen und er beginnt, Licht in ihr Leben zu bringen. Das Volk, das in der Finsternis wohnt, sieht ein großes Licht. Hell strahlt es auf über denen, die […] ohne Hoffnung sind.
 

 Ingrid Will

Ingrid Will

  |  Projektkoordinatorin

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