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© Tobias Rademacher / unsplash.com

27.11.2023 / Andacht / Lesezeit: ~ 2 min

Autor/-in: Elisa Meyer

Im Licht laufen

Ein Check, um auf dem richtigen Weg zu bleiben.


Ich tappe aus dem Haus. Der Bewegungsmelder erkennt mich und das Licht am Hauseingang springt an. Ohne Licht ist es morgens inzwischen nicht mehr leicht, mich zu orientieren und nicht zu stolpern und zu fallen.

Jesus sagt über sich, dass er das Licht der Welt ist (vgl. Johannes 8,12). Das schenkt mir Orientierung und hilft mir zu sehen, was ich sonst nicht wahrnehme. Es zeigt mir auf, wer Gott ist und welchen Weg er mich führen möchte. Es ist, als würde ich eine Nachtwanderung machen und Jesus leuchtet mir den Weg durch sein Wort und seinen Geist in mir.
 

Gestörte Gemeinschaft

Es kann passieren, dass ich vom Weg abkomme und mich im Dunkel verirre. Während ich diese Zeilen schreibe, läuft im Hintergrund leise ein Lied. Gerade singt Hannah Schaefer da: „Prodigal child, come back home. Let the light in!“ – „Verlorenes Kind, komm zurück nach Hause. Lass das Licht herein!“

Wo bist du gerade? Gehst du im Licht oder bist du vom Weg abgekommen und stolperst durchs Dunkel? Der 1. Johannesbrief zeigt uns, dass wir keine Gemeinschaft mit Gott haben, während wir im Dunkeln gehen:

„Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln doch in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde“ (1. Johannes 1,6-7).

Im Licht Jesu zu gehen, hat die Kraft, Gemeinschaft zu stiften. Mit anderen Menschen und mit Gott. Ist es nicht so, dass es die Gemeinschaft stört, wenn Freunde miteinander nicht ehrlich sind oder wir Gott gegenüber ein schlechtes Gewissen haben?
 

Übung über Perfektion

Sicherlich geht es nicht darum, fehlerfrei, perfekt zu sein. Das würde keiner von uns schaffen. Vielmehr will ich einüben, mit dem umzugehen, was meine Beziehung zu Gott oder meinen Mitmenschen stört.

Es scheint mir so, als setze Gott alles daran, dass Beziehungen gelingen. Und er fordert von uns, unseren Part zu tun.

 

Natürlich kann es sein, dass ich tiefe Verletzungen habe, die nur langsam heilen, oder Gewohnheiten, die sich schrittweise ändern. Das kann ein Prozess sein, der nicht von heute auf morgen beendet ist. Aber Gottes Gnade ist groß und seine Liebe trägt uns durch schwere Prozesse hindurch. Wenn wir Fehler gemacht haben und sie vor Jesus bringen, dann spricht er sich für uns aus und er reinigt uns von dem, was im Dunkeln war.
 

Der Licht-Check

Gehst du im Licht oder im Dunkeln? Ich möchte dich ermutigen, dich von Gott durchleuchten zu lassen. Wenn dann Schlechtes auftaucht, verurteilt er dich nicht. Denn er hat seinen Sohn gesandt, der dich von Schmutz und dunklen Flecken reinigen kann.

Du kannst mit mir und dem Psalmschreiber David beten: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege“ (Psalm 139,23-24).

Und dann kannst du innehalten und vielleicht wird etwas in dir angestoßen: Freude über deine Gemeinschaft mit Gott und anderen oder ein sanftes Drängen, eine Erinnerung an die ein oder andere Sache, die ans Licht kommen soll.
 

 Elisa Meyer

Elisa Meyer

  |  Volontärin

Sie ist kreativ und erzählt gerne davon, wo Gottes Wirken im Leben von Menschen sichtbar wird. Sie liebt es, in der Natur zu sein und hat ein Faible für kleine Dinge.

Ihr Kommentar

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Kommentare (1)

Reiner C. /

Eine sehr ansprechende und segenreiche Andacht.
Vielen Dank!
Mit Jesus verbunden
Reiner

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