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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wo soll das bloß enden?!

Annegret Schneider über Psalm 94,14.

Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen noch sein Erbe verlassen.

Psalm 94,14

Wie oft kommt mir dieser oder ein ähnlicher Gedanke in den Sinn. Oder ich bekomme mit, wenn andere diese frustriert-hoffnungslose Frage stellen. Die Anlässe dafür können dabei ganz unterschiedlicher Natur sein: Erderwärmung, Teuerungsrate, gesundheitliche Probleme, familiäre Herausforderungen und eine endlose Liste von Themen, die einem im Lauf des Lebens vor oder geradezu auf die Füße fallen. Wo soll das bloß enden!

Ähnlich mag der Beter des 94. Psalm gedacht haben, denn er fleht Gott inständig um Hilfe an – und nicht nur das. Er fordert Gott auf, endlich dem unerträglichen Zustand ein Ende zu machen. Dabei enthält Psalm 94 auch eine wunderbare Zusage, die als Losung über dem heutigen Tag steht: „Der HERR wird sein Volk nicht verstoßen noch sein Erbe verlassen“ (Psalm 94,14).

Was kann es Besseres geben als das Wissen, dass Gott einem Volk oder auch einem einzelnen Menschen lebenslang beistehen wird? Allerdings muss man sich beim Lesen erst einmal bis zu dieser tröstlichen Aussage vorarbeiten. Denn zunächst stimmt der Beter des Psalms ein Klagelied an.

Er spricht Gott direkt an und bittet ihn, sich als Richter zu zeigen. Gott soll die Übeltäter zur Rechenschaft ziehen, die ihre Mitmenschen unterdrücken, sogar töten. Gott soll die Bösen strafen, die so leben und handeln, als gäbe es Gott und seine Weisungen nicht. Und die noch dazu frech daherreden.

Mitten in seinem Klagelied aber besinnt er sich darauf, wer das letzte Wort haben wird:  Gott hält und behält die Zügel in der Hand. Dieser Trost gilt bis heute allen, die ihr Leben Gott anvertrauen.

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Kommentare (1)

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Hildegard B. /

Herzlichen Dank für die mutmachenden Worte.