/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Wehe, du sagst was gegen meine Mutter
Bernd Kortmann zur Bibelstelle Römer 15,3
Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern wie geschrieben steht: »Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.«
Als ich vom Teenager- ins Jugendalter kam, war deutscher Rap meine Welt. Und zu dieser Musikszene gehörte damals dazu, dass sich die Rapper gegenseitig beleidigten und übereinander herzogen.
Besonders derb wurde es, wenn die Familie und allen voran die Mutter des Gegenübers angegriffen wurde. So etwas wiederhole ich an der Stelle nicht. Ich sage nur so viel: Die häufig verwendeten „Deine Mutter ist wie“ Witze sind eine sehr harmlose Variante davon.
Persönlich fand ich vieles ok, was dort gerappt wurde. Aber sobald es an die Familie und besonders meine Mutter ging, hörte der Spaß bei mir auf. Das ist bis heute so: Ich finde es einfach nicht lustig, wenn jemand über einen Menschen herzieht, der Leben schenkt oder hervorgebracht hat. Die eigene Mutter. Oder die Mutter eines anderen.
In seinem Brief an die christliche Gemeinde in Rom schreibt der Apostel Paulus einen sehr interessanten Satz. Er lässt mich ganz aufhorchen und stimmt mit meinen Gedanken überein. Im Römerbrief in Kapitel 15, Vers 3 schreibt Paulus:
„Auch Christus lebte nicht nur für sich selbst, weil es in der Schrift heißt: Die Menschen, die dich beleidigen, beleidigen auch mich.“
Das Zitat stammt aus einem Psalm Davids, Psalm 69 – war zu Paulus’ Zeit also auch schon tausend Jahre alt. Es ist etwas anders als meine Erfahrungen. Gott wusste, was es bedeutet, wenn sein Sohn angegriffen wird. Ein Angriff auf Jesus ist ein Angriff auf ihn selbst. Und genauso erlebe ich das in meiner Familie: Wer einen von uns bewusst angreift und beleidigt, greift uns alle an. Das gilt in der Familie, unter Freunden, in der Gemeinde.
Wer gehört zu Ihrem Kreis? Und wie gehen Sie damit um, wenn jemand aus diesem Kreis angegriffen wird?
© KI Generiert von Elmira/
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