/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Klarer Blick
Gedanken von Claudia Mertens zu Psalm 119,18
Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz.
An was denken Sie, wenn Sie das Wort „Gesetz“ hören?
Denken Sie an unsere dicken Bücher in Deutschland, in denen sich fein säuberlich Paragraf an Paragraf reiht, oft in wenig verständlicher Sprache?
Und wie denken Sie dann über all die Regelungen, die es gibt? Ist es eher nervig und viel zu viel oder sind Sie doch erleichtert, dass manche Sachen nicht immer wieder neu verhandelt werden müssen, sondern einfach klar geregelt sind. Einfachstes Beispiel: Wenn mir jemand etwas klaut, hat er es tunlichst zurückzugeben, und zwar sofort und unbeschädigt. Sonst droht zu Recht Strafe.
Gesetze positiv sehen, als Hilfe, als Schutz. Das ist schon vor einigen Tausend Jahren einem Psalmbeter nicht immer leicht gefallen und so sagt er zu Gott:
Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz.
Die Grundhaltung des Verfassers ist nachahmenswert, denn er ist sich sicher: Gottes Gesetz ist voller Wunder. Aber er weiß auch: die sehe ich nicht immer.
Das kenne ich gut. Auch mir erscheint Gottes Wort manchmal schwer zu verstehen und der Sinn wenig greifbar. Aber ich glaube auch, dass das dann eher an meinen Sinnen liegt. Gott hat sein Wort gegeben, damit wir ein Leben mit ihm finden können, damit unser Leben gelingt. Als Hilfe und Schutz.
Wie der Psalmbeter bin ich auch davon überzeugt und tue es ihm gleich: wenn ich es nicht sehen kann – kann ich Gott um Hilfe bitten.
© KI Generiert von Elmira/
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