/ Herz + Mund
„Wege zum Frieden“
Martin Buchholz kommentiert ein Lied aus der Reihe „HERZ+MUND“.
Vor 80 Jahren endete der von Deutschland entfesselte zweite Weltkrieg. Ein ganzes Menschenleben ist seitdem vergangen. Acht Jahrzehnte Frieden in unserem Land. Und manchmal frage ich mich, ob wir uns so sehr daran gewöhnt haben, dass wir den Frieden für etwas zu selbstverständlich halten und zu vergessen beginnen, wie zerbrechlich und kostbar er ist.
Als ich anfing journalistisch zu arbeiten, war ich 19 und mitten im Abitur, und der zweite Weltkrieg lag gerade mal 40 Jahre zurück. Ich habe damals so manche Zeitzeugen interviewt, die den Krieg als junge Menschen miterlebt hatten. Ihre grausamen und traumatischen Erlebnisse sind mir unvergesslich geblieben. Ich glaube, wenn die Geschichte uns eines gelehrt hat, dann das: Im Krieg gibt es keine Sieger, bestenfalls Überlebende.
In seinem Buch „Im Westen nichts Neues“ schrieb Erich Maria Remarque schon im Jahr 1928: „Dieses Buch behandelt die Geschichte einer Generation, die vom Krieg zerstört wurde, auch wenn sie seinen Granaten entkam.“ 80 Jahre ohne Krieg in Deutschland sind wahrhaftig ein guter Grund, Gott dankbar zu sein und auch weiterhin dafür zu beten, Gott möge seine Familie Mensch begleiten und ermutigen auf allen Wegen, die zum Frieden führen.
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