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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ursache und Wirkung

Friedrich Oliver Jeske über 2. Samuel 24, 16-22.

Als aber der Engel seine Hand ausstreckte über Jerusalem, um es zu verderben, reute den HERRN das Übel, und er sprach zum Engel, der das Verderben anrichtete im Volk: Es ist genug; lass nun deine Hand ab! Der Engel des HERRN aber war bei der Tenne Araunas, des Jebusiters. Da aber David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zum HERRN: Siehe, ich habe gesündigt, ich habe die Missetat getan; was haben diese Schafe getan? Lass deine Hand gegen mich und meines Vaters Haus sein! Und Gad kam zu David an jenem Tage und sprach zu ihm: Geh hinauf und errichte dem HERRN einen Altar auf der Tenne Araunas, des Jebusiters.[...]

2. Samuel 24, 16-22

Wenn ich den richtigen Lichtschalter betätige, wird es im Raum hell. Tritt mir jemand auf den Fuß, dann habe ich Schmerzen. Bei vielen Dingen des Alltags lassen sich Ursache und Wirkung klar benennen.

Etwas weniger eindeutig stellt sich die Sache dar, wenn es um die Interaktion von Gott und uns Menschen geht.

In der Bibel, am Ende des 2. Buchs Samuel, wird vom israelitischen König David berichtet. Wider besseres Wissen führt er eine Wehrerfassung durch. Das Ergebnis: 1,3 Millionen kriegstüchtige Männer gibt es. Wow! Das Problem dabei ist: David hatte eigentlich einen Deal mit Gott. Der israelitische König sollte sich ganz auf ihn verlassen und eben nicht auf martialische Manpower.

Die Folge: Eine Pest bricht aus. Spätestens als sie droht, die Stadt Jerusalem zu erreichen, tut Gott das Unheil leid. Er gibt ein Stoppsignal. Und doch wird das Ende der um sich greifenden Seuche nicht sofort sichtbar. Erst bekennt David zum zweiten Mal inbrünstig seine Schuld.

Hat Gott also auf die Bußfertigkeit des israelitischen Königs reagiert? Oder hat er sich selbst für die Begrenzung des Leids entschieden? Beides stimmt!

Und das ist gut so. Denn das bedeutet: Ich bin immer wieder aufgefordert zur Korrektur in meinem Leben, dort wo ich Gott bisher aus dem Weg gegangen bin. Gleichzeitig lässt er sich von seinem gnädigen Handeln mir gegenüber aber auch nicht abbringen.

Im Bild gesprochen: Manchmal wird es in meinem Leben hell, bevor ich den richtigen Lichtschalter gefunden habe.

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