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Thüringen: „Die Anspannung ist groß“
Oberkirchenrat Demut will im Landtag für alle Abgeordneten da sein, auch für die von der AfD.
„Die Anspannung ist groß,“ sagt Oberkirchenrat Dr. André Demut, Beauftragter der Evangelischen Kirchen im Freistaat Thüringen. Schließlich wählt der neue Landtag am Donnerstag auf seiner konstituierenden Sitzung den neuen Landtagspräsidenten. Als stärkste Fraktion hat die AfD das Vorschlagsrecht. Doch alle anderen Parteien wollen einen AfD-Landtagspräsidenten verhindern. Dazu müssten sie zusammenarbeiten. Doch noch schwieriger wird die Regierungsbildung in Thüringen, denn mit der AfD will keine andere Partei koalieren.
Auch die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland hat sich im Wahlkampf deutlich gegen die AfD positioniert. Dr. André Demut will jedoch allen Abgeordneten als Geistlicher und Seelsorger zur Verfügung stehen, auch denen von der AfD – obwohl das AfD-Landtagswahlprogramm die Kirchen hart kritisiere, so Demut.
Trotz vieler Unwägbarkeiten, Oberkirchenrat Demut blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Als Christ habe ich immer Hoffnung – und Thüringen ist ein starkes Land: ich erlebe hier sehr viel Kreativität, Resilienz und die Fähigkeit zur Transformation. Die Thüringer werden sich von Extremisten nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.“ Ein Beitrag von Regina König.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Ich bewundere die Haltung des Oberkirchenrats, die besagt, dass er niemanden ausgrenzen will. Man sollte mit allen reden, egal welche parteipolitischen Positionen sie vertreten. Jesus hat auch mit jedem geredet, nur so konnte er etwas bewegen. Das sollte uns stets Vorbild sein!