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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Still vor Gott

Gedanken von Susanne Thyroff zum Bibeltext Psalm 62,2

Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.

Psalm 62,2

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als morgens in der Stille Gemeinschaft mit Gott zu suchen. Bei ihm zu verweilen. Still zu werden. Vielleicht einen Vers aus der Bibel zu lesen oder über ein Wort nachzusinnen, das mich bewegt.

Vor allem aber: still vor Gott zu sein. Einfach bei ihm.

Hier kommt meine Seele zur Ruhe. Hier werde ich mir bewusst: Ich bin von Gott geschaffen. Ich bin geliebt. Ich bin geführt. Er allein ist es, der mir Halt, Identität und Sicherheit gibt.

Still werden muss man lernen. Nichts tun. Nichts sagen. Einfach bei Gott sein – wie bei einem guten Freund. Manchmal versteht man sich auch ohne Worte. Manchmal tröstet allein das Beieinandersein.

Wenn ich gelernt habe, still bei Gott zu sein, trägt mich das durchs ganze Leben. Auch durch Zeiten, in denen ich – menschlich gesehen – allein bin.

Zum Beispiel im Krankenhaus auf einer Intensivstation. Oder wenn Beziehungen zerbrechen und gerade niemand da ist, mit dem ich meinen Schmerz teilen kann.

Und spätestens, wenn ich einmal sterbe – diesen letzten Weg geht jeder Mensch allein.

Wie gut, wenn ich dann weiß: Es ist tröstlich und wohltuend, still bei Gott zu sein. Wenn ich mit ihm vertraut bin. Dann bin ich nie allein.

Der israelitische König David hat diese Erfahrung vor etwa 3.000 Jahren in einem Gebet beschrieben. In Psalm 62 sagt er: „Zu Gott allein sei still, meine Seele,denn von ihm kommt meine Hoffnung.“

Wie gut, wenn ich gelernt habe, still bei Gott zu sein und mit ihm vertraut zu werden. Dann bin ich auch in Situationen nicht allein, in denen kein Mensch bei mir sein kann.

Gott ist da. Meine Hoffnung und meine Zuflucht.

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Kommentare (2)

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Uschi S. /

Wie wahr, auch ich finde meistens die Stille mit Gott am Morgen. So wie jetzt. Trotzdem werde ich den ganzen Tag über durch seine Schöpfung an ihn erinnert.

Gerhard B. /

Vielen Dank, für die aufmunternde Gedanken, fürs motivierende Einladen, tätig zu werden und die Stille bei Gott zu suchen.