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Nächstenliebe auf zwei Rädern
Schwester Agnes 2.0: Ein Projekt gegen die Einsamkeit
„Zuallererst frage ich: Wie geht es Ihnen? Aus dieser Frage entwickeln sich intensive Gespräche“, erzählt Gemeindeschwester Marlen Rüdiger. Seit Juli ist die examinierte Krankenschwester unterwegs in vier Dörfern im Auftrag der ev.-luth. Kirchgemeinde Großharthau in der sächsischen Oberlausitz. Ihr Schwerpunkt ist jedoch nicht die medizinische Versorgung älterer Menschen, sondern seelsorgerlicher Beistand: „Wir sind kein Pflegedienst“, betont Pfarrer Dr. Benjamin Stahl. Doch bei Nachfrage misst Marlen Rüdiger auch mal den Blutdruck oder erklärt den Medikationsplan. „Unsere Motivation ist der christliche Glaube“, so Pfarrer Stahl, „wir wollen nicht, dass jemand aus Altersgründen oder wegen Krankheit vereinsamt.“
Gemeindeschwestern gab es zu DDR-Zeiten, nach der Wende geriet der Beruf in Vergessenheit. Populär wurde das Berufsbild durch den DEFA-Film „Schwester Agnes“, in den 70er Jahren ein echter Kassenschlager und bis heute eine Kultfigur im Osten Deutschlands. Und so nennt sich das Projekt in der Großharthauer Kirchgemeinde auch „Schwester Agnes 2.0“. Schwester Agnes kam damals mit der Schwalbe zu ihren Patienten, Marlen Rüdiger ist mit dem E-Bike unterwegs. Ein Beitrag von Regina König.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Es ist der perfekte Job für
"Schwester Morle".
Denn, sie ist eine sehr geschätzte Krankenschwester und
Ihr Einfühlungsvermögen, sowie ihr fundiertes medizinisches Wissen, werden ihr auch weiterhin … mehrvon nutzen sein.
Zudem hat sie nun endlich die Möglichkeit, ihren Patienten/Kunden auch emotional beizustehen, was im Alltag auf der Intensivstation oft zu kurz kam. Ihr ehemaliges Team, vermisst sie sehr.
Dennoch, mach weiter so Morle...