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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Mit Gottes Augen sehen

Stefan Loß über Hosea 12,7

Du wirst mit deinem Gott zurückkehren. Halte fest an Liebe und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!

Hosea 12,7

„What would Jesus do?“ – Was würde Jesus tun. So konnte man das vor einigen Jahren auf bunten Armbändern lesen. „Was würde Jesus tun?“ Gar nicht so leicht zu beantworten, dachte ich. Wie wäre es denn, wenn wir die Welt tatsächlich mal durch die Augen von Jesus sehen würden und versuchen, so zu handeln wie er? Nach allem, was wir von Jesus wissen, war er hier auf der Erde alles andere als angepasst. Er hat sich bei Verbrechern zum Essen eingeladen. War bei Prostituierten zu Gast. Er hatte ein Herz für die Kranken, die Schwachen und die Suchenden. Seine besten Freunde waren einfache Menschen, zum Beispiel Fischer. Und er hat sich mit schöner Regelmäßigkeit mit den religiösen Führern seiner Zeit angelegt. „What would Jesus do?“ Was würde Jesus heute tun? Sich auf einer griechischen Insel für Flüchtlinge engagieren? Gefangene im Knast besuchen, bei einer der vielen Tafeln mitarbeiten, die Essen an Bedürftige ausgeben? In Kliniken und Pflegeheimen einsame und Kranke besuchen? Sich mit Theologen streiten, für den Umweltschutz demonstrieren? Wenn ich Christ bin – also ein Nachfolger von Jesus, soll ich mir dann nicht auch an ihm ein Vorbild nehmen? Ganz schön herausfordernd, dieses Leben. Aber bei Gott gibt es keine Kompromisse. Was er von mir erwartet, hat er schon im Alten Testament für sein Volk, die Israeliten, formuliert: „Halte mir die Treue, tu, was in meinen Augen richtig ist! Verlass dich voll und ganz auf mich, deinen Gott!“. „Was in Gottes Augen richtig ist“ – auf die Perspektive kommt es also an. Ich will mir heute bewusst Gottes Brille aufsetzen. Und in jeder Situation danach fragen: „Was ist in Gottes Augen jetzt richtig.“ Machen sie mit?

 

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Kommentare (1)

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Sonja S. /

Ganz toll. Ich erinnere mich immer wieder daran, meine Mitmenschen mit Gottes Augen zu sehen. Es ist so schön, dass mir das möglich ist, denn anders würde ich sie oft nicht ertragen, weil ich so mehr