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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Keine faulen Eier

Hans Wagner über Jeremia 17,11.

Wie ein Rebhuhn, das sich über Eier setzt, die es nicht gelegt hat, so ist, wer unrecht Gut sammelt; denn mitten im Leben muss er davon und zuletzt steht er als Narr da.

Jeremia 17,11

Da hat mich doch wieder mal ein Bibeltext überrascht. Nicht wegen seiner inhaltlichen Aussage, sondern weil ich feststellen musste, dass mir die Worte durch ein Lied viel bekannter sind als durch das Lesen der Bibel. Konkret geht es um das Lied „Wohl dem, der nicht wandelt“ von Peter Strauch. Wie oft habe ich mitgesungen, und nun finde ich den Text ziemlich identisch wieder im Alten Testament, im Buch des Propheten Jeremia, in Kapitel 17 ab Vers 5. Es ist eine Mahnung Gottes an das Volk Israel, an die Menschen im Südreich Juda an der Wende vom 7. zum 6. Jahrhundert vor Christus. Die Menschen sollen sich vom Götzendienst abwenden und stattdessen auf Gott vertrauen.

Was so alles unter das Stichwort „Götzendienst“ gehört, wird deutlich im Vers 11, der durchaus auch in unsere Gegenwart passt. Dort steht: „Wer seinen Reichtum nicht rechtmäßig erwirbt, gleicht einem Rebhuhn, das fremde Eier ausbrütet: Mitten im Leben muss er schon alles zurücklassen und steht am Ende wie ein Trottel da.“ 

Die Parallele zum genannten Liedtext findet sich in der Frage: Worauf vertraue ich in meinem Leben? Auf fremde Götzen, die ich anbete? Auf Reichtum, erst recht, wenn er auf unehrliche Weise erworben wurde? Es ist der gute Weg, auf Gott zu vertrauen und auf seine Liebe. Wer das tut, und da singe ich dann auch gerne mit, der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht! Das klingt für mich nach einem erfüllten Leben, nach dem ich mich ausstrecke!

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Kommentare (1)

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Irene T. /

Lieber Hans Wagner
Das benannte Lied und der letzte Abschnitt Ihres Anstoßes beziehen sich aber doch auf Psalm 1 und nicht auf den Text aus Jeremia…
Etwas verwirrend.
Beste Grüße
Irene T.