/ Bibel heute
Jesus und die Ehebrecherin
Susanne Wild über Johannes 7,53 - 8,11.

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Johannes 7
[Und sie gingen fort, ein jeder in sein Haus. (Joh 7,53; LUT)
bibleserver.comSusanne Wild über Johannes 7,53 - 8,11.

[Und sie gingen fort, ein jeder in sein Haus. (Joh 7,53; LUT)
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Kommentare (1)
Falls der Bericht über die Ehebrecherin nachträglich ins Johannes-Evangelium eingefügt worden ist, spricht das nicht gegen die geschichtliche Wahrheit des Berichts. Das Lukas-Evangelium als Ganzes … mehrist „nur“ eine Sammlung von Berichten anderer über Jesus und gleichwohl wahr. - Jesus stellt nicht „Menschlichkeit über das Gebot“; dann würde er ja sagen, dass KEIN Stein geworfen werden soll. Mein „BEurteilen“ nach dem Gebot darf aber nicht zum „VERurteilen“ werden, sondern soll meinen Nächsten zum Vater führen, denn es bleibt mein höchstes Gebot, Gott zu lieben UND meinen Nächsten wie mich selbst (vgl.Mt.18,15-18): „Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?“ (Hes.18,23). In diesem Sinne darf ich allein gar nicht „Richten“ (Mt.7,1), auch weil ich mich damit selbst außerhalb der Vergebung stelle (Mt.18,23ff.), und selbst Jesus wird sein Richteramt erst bei seiner Wiederkunft ausüben (Joh.3,17;Offb.20,11). Die Gemeinde soll und muss allerdings schon jetzt urteilen und „vollstrecken“, wo dem Evangelium durch Wort oder Tat geschadet werden soll (Mt.18,17-18;Joh.20,22-23), so wie die Gemeinde auch bei Jesu Wiederkunft mit ihm richten wird (Offb.20,4-6). - Kann das Schreiben in den Sand als „Zitat“ (Jer.17,13b) ein feinsinniger Hinweis gewesen sein, um Pharisäer und Schriftgelehrte nicht öffentlich bloßstellen zu müssen? Das entspräche dem Gebot der Nächstenliebe.