/ Anstoß - Gedanken zum Tag
In Gottes Hand
Gedanken von Claudia Mertens zu Jona 1,15.
Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten.
Kennen Sie die Geschichte von Jona? Vielleicht haben Sie sie als Kind gehört, und wenn nicht, dann lade ich Sie ein, das Buch Jona einmal zu lesen. Das geht sehr rasch, denn es hat nur vier Kapitel. Und ich verspreche Ihnen ein ungewöhnliches Ende!
Hier und jetzt geht es allerdings um eine Momentaufnahme ziemlich am Anfang der Geschichte: Ein Sturm tobt auf dem Mittelmeer und bringt ein Schiff mit einem besonderen Passagier in Seenot. Was machen die Seeleute? Zitat:
"Sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten."
Jona ist Prophet des Gottes Israels. Er ist entschlossen, Gott nicht zu gehorchen und hat sich daher auf ein Schiff begeben, dass ihn wegbringen soll, ganz nach dem Motto – aus Gottes Augen, aus Gottes Sinn.
Das mag bei Menschen funktionieren – bei Gott klappt es nicht. Deshalb findet sich das Schiff nach kurzer Zeit in einem solchen Sturm wieder, dass die Matrosen durch Werfen des Loses ermitteln, wer für den Sturm verantwortlich ist.
Jona hat das kürzeste Hölzchen erwischt. Die Matrosen geben noch einmal alles, aber schlussendlich werfen sie Jona über Bord. Was zur Folge hat, dass das Meer augenblicklich ruhiger wird. Jetzt ist Jona doch sicher bereit, zu tun, was Gott will? Lesen Sie selbst.
Das Buch Jona ist eine dramatische Geschichte, aber für mich auch voller Trost: Gott hat für seinen Propheten einen Auftrag. Und Gott sorgt dafür, dass der Auftrag tatsächlich ausgeführt wird – auch wenn sich Gott einiger drastischer Mittel bedienen muss.
Gott hat also alles in der Hand. Also auch mich und meinen Auftrag.
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