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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Happy End oder nicht?

Miri Langenbach über Lukas 15,25-32.

Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat.[...]

Lukas 15,25-32

Sie ist eine der berühmtesten Beispielgeschichten der Bibel: Jesu Gleichnis vom Verlorenen Sohn. Und ich finde, sie hört zu früh auf.

Da lese ich im Lukasevangelium (Kapitel 15) von dem einen Sohn, der alles falsch macht, am Tiefpunkt seines Lebens die Wende schafft und reumütig zum Vater zurückkehrt. Und vom größten Vaterherzen, das dem Rückkehrer mit offenen Armen des Willkommens begegnet und ne Riesenparty schmeißt. Der Vater in der Geschichte ist Gott. Der Vater im Himmel, der es genau so bei jedem „Sünder der Buße tut“ macht, wie es in Vers 10 steht.

Und da ist der zweite Sohn: Er leistet zuhause doppelte Arbeit, jahrelang, ohne sich zu beschweren. Jetzt reißt ihm der Geduldsfaden: Beim Anblick der Partystimmung der anderen fühlt er sich ausgeschlossen und ungerecht behandelt und wird selbst ungerecht. Er der alles hat, findet, nichts würde ihm gegönnt. Er, der den Laden am Laufen hielt, kann und will sich nicht über die wiedererstarkte Unterstützung freuen.

Ich kanns verstehen. Wie viele leisten und schaffen und dienen im Hintergrund und bekommen womöglich nicht einmal ein Dankeschön?!

Aber war da nicht dieses riesige liebende Vaterherz? „Da ging sein Vater heraus und bat ihn“, lese ich. Und ich höre den Vater auch zu mir sprechen „Du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest fröhlich und guten Mutes sein“. (Lukas 15,31f)

Und dann hört die Geschichte auf. Zu früh! Wie hat Sohn Zwei denn entschieden? Ist er beim Vater geblieben? Ich hoff’s; und ich wünsche Ihnen und uns allen, die wir vielleicht in seiner Situation sind, die richtige Entscheidung.

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Kommentare (3)

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Mirjam Langenbach /

Ja genau, Friedemann S., und weil im Zentrum des Gleichnisses nicht der verschwenderische Sohn, noch der "brave" Sohn, sondern der göttlich liebevolle Vater steht, geht es im zitierten Bibelvers genau um ihn.

Friedemann S. /

Leider wird übersehen, dass im Zentrum des Geleichnisses nicht der verwchwenderische Sohn, noch der "brave" Sohn, sondern der göttlich liebevolle Vater! Wir leben im egozentrischen Zeitalter, da mehr

Karla F. /

Es kommen Erinnerungen auf. Berührt mich sehr. Danke