/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Gottes Vorstellungsgespräch
Sonja Kilian über 2. Mose 3,14.
Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt.
Vor meinem letzten Bewerbungsgespräch habe ich überlegt: Was ziehe ich an? Was sage ich? Wie nimmt mich mein Gegenüber wahr? Ich wollte die Chance nutzen, mich gut zu präsentieren.
Auch Gott inszeniert eindrucksvolle Kennenlern-Gelegenheiten. Er zeigt seinen Einfallsreichtum in Frühlingsblumen, seine Schöpferkraft in der Geburt eines Babys und seine Unendlichkeit im geheimnisvollen All. Was für ein Gott! Er müsste bei jedem Casting den ersten Preis gewinnen. Doch die Shows, die er abliefert, reichen ihm selbst nicht aus. Er will nicht die Masse beeindrucken, sondern jeden Einzelnen.
So ein persönliches Vorstellungsgespräch wird in der Bibel im 2. Buch Mose in Kapitel 3, Vers 14 geschildert. Gott will sich Mose vorstellen, einem Mann, der auf der Flucht vor Problemen ist. Mitten im Alltag, beim Schafehüten, hört Mose eine Stimme aus einem auffälligen, brennenden Dornbusch. Gott macht auf sich aufmerksam! Er stellt sich vor, indem er sagt: „Ich werde sein, der ich sein werde.“ Der Ausdruck ist im hebräischen Urtext irgendwie dynamisch und scheint Gegenwart und Zukunft gleichzeitig zu beinhalten.
Damit macht Gott Mose und jedem Menschen deutlich: Ich habe deine Not gesehen. Ich bin jetzt da. Wenn du willst und dich auf mich einlässt, werde ich immer mit dir sein. Und ich bleibe immer der Gleiche. Mit diesem Vorstellungsgespräch bewirbt sich Gott als zuverlässiger Begleitschutz und Unternehmensberater in einem. Dieses Angebot nehme ich an! Sie auch?
Ihr Kommentar
Kommentare (4)
Wow echt starke Vorstellung von Gott im Bewerbungsgespräch zu uns. <3
Ja, das Angebot nehme ich auch an. So wahr mir Gott helfe
Viele liebe Grüße
Danke für den guten Anstoß, Frau Kilian.
Biblisch-christlich interessant in diesem Zusammenhang: in Joh.8,58 wiederholt Jesus die Worte aus Exodus 3,14 Ehe Abraham war BIN ICH.... das war für die Juden damals eine absolute Gotteslästerung, … mehrweil Jesus sich damit auf eine Stufe mit Jahwe Elohim El Shaddai stellte. Bei jeder Bibelauslegung sollte man immer die Dreieinigkeit im Hinterkopf haben, Vater-Sohn-Geist Schöpfer-Erlöser-Tröster Abba-Jeshua-Ruach, danke, dass wir Deine geliebten Kinder sein dürfen, Papa-Dios Jah-Daddy Abba-Vater >>> Römer8,15 Galater4,6...... Liebe Grüße, Gottes Segen