/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Frieden stiften
Gedanken von Susanne Thyroff zum Bibeltext Matthäus 5,9.
Selig sind, die Frieden stiften*; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
„Mama, mein Bruder hat mir was weggenommen!“ – so ein Satz gehörte bei uns vor einigen Jahren zum Alltag. Als Mutter bin ich oft zur Schiedsrichterin geworden: den einen ermahnen, die andere trösten, und dann versuchen, dass beide sich wieder vertragen.
Ich merke: In solchen Momenten übernehme ich eine wichtige Rolle. Ich versuche, Gerechtigkeit herzustellen – damit Friede einkehren kann. Ich mische mich ein. Ich bleibe nicht still, wenn Unrecht geschieht. Ich bin nicht nur „friedliebend“, sondern setze mich aktiv für Frieden ein.
Denn echter Friede braucht Gerechtigkeit. Wo Unrecht einfach so geduldet wird, bleibt auch der Streit.
Jesus nennt das „Frieden stiften“. In der Bergpredigt sagt er: „Glücklich zu preisen sind die, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“
Frieden stiften – das tue ich, wenn ich Menschen helfe, wieder miteinander ins Reine zu kommen. Wenn ich Unrecht nicht ignoriere. Wenn ich vermittle, anspreche, zurechtbringe. Aber auch: wenn ich dazu beitrage, dass Menschen Frieden mit Gott finden. Denn genau das möchte er – Frieden. Mit uns.
Wenn ich mich dafür einsetze, dass dieser Friede geschieht – im Alltag, im Gespräch, in Beziehungen – dann bin ich ein Friedensstifter. Dann spiegelt mein Handeln etwas von Gottes Wesen wider.
Denn das ist ganz Gottes Art. Und wer so lebt, zeigt, wessen Kind er ist. Oder wie man auch sagt: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Danke für die klugen und klaren Gedanken. Wichtig für mich: "Frieden stiften" heißt auch sich aktiv für Gerechtigkeit einsetzen und nicht still sein, wenn Unrecht geschieht.
shalom Erich