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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Familienbande? Zweitrangig!

Gedanken von Miri Langenbach zum Bibeltext Markus 3,35.

Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Markus 3,35

Kurt Tucholsky schrieb einmal: „Als Gott am sechsten Schöpfungstage alles ansah, was er gemacht hatte, war zwar alles gut, aber dafür war auch die Familie noch nicht da.“ – bissig ausgedrückt, aber sagen Sie mir doch mal in welcher Familie alles wie im Bilderbuch abläuft!

Immer ist irgendwo ein Schwarzes Schaf, eine ein bissl schrullig, vielleicht gibt’s sogar den berüchtigten Onkel, der immer so peinliche Auftritte hinlegt.

So geht es in der Antike der Familie Josef und Maria Zimmermann mit ihrem Erstgeborenen: Der Evangelist Markus berichtet, die Familie von Jesus möchte ihn möglichst schnell aus dem Verkehr ziehen. Ihnen wird es allmählich peinlich, was er da macht. Heilen und Predigen und die ganzen Diskussionen und so! Sie sagen: Unser Jesus, der spinnt. Er diskutiert mal wieder irgendwo, aber sie kommen nicht an ihn ran und er auch nicht raus.

Stattdessen lässt er ausrichten: „Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“ (Markus 3,35). Symbolisch gesehen: Es gibt ein Drinnen und ein Draußen. Drinnen sind die, die Gottes Wort hören und tun – und draußen sind alle anderen, und wenn es sogar die eigenen Verwandten sind.

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Kommentare (1)

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Andrea F. /

Sehr klar und pointiert und daher gut zu merken! Danke!