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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein Gott voller Überraschungen

Oliver Jeske über Apostelgeschichte 8,36b

Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, dass ich mich taufen lasse?*

Apostelgeschichte 8,36b

Gott ist voller Überraschungen! Er wendet sich in besonderer Weise Menschen zu, von denen es niemand vorher erwartet hätte. Ein Beispiel gefällig?

Vor 2.000 Jahren reist ein äthiopischer Hofbeamter nach Jerusalem, nachzulesen im 8. Kapitel der Apostelgeschichte. Dieser Mann glaubt an den Gott Israels. Trotzdem ist er ein Gläubiger zweiter Klasse. Denn er ist Ausländer.

Das zweite Problem: Er ist ein Eunuch. Solche Menschen hatten nach den bisherigen Überzeugungen in der Nähe Gottes nichts zu suchen.

Dieser Eunuch trifft auf einen Nachfolger von Jesus Christus. Der erklärt ihm, was es mit dem Glauben an Jesus auf sich hat. Und daraufhin erdreistet sich der Hofbeamte zu fragen:

„Spricht etwas dagegen, dass ich getauft werde?“ (Apostelgeschichte 8,36b)

Offensichtlich nichts! Alle möglichen Vorbehalte sind wie weggespült. Die erste Gelegenheit wird ergriffen. Philippus taucht den Mann am Straßenrand ins Wasser und tauft ihn.

Ich schließe daraus: Egal, welche Nationalität oder Hautfarbe ein Mensch hat. Egal wie es bisher um seine sexuelle Orientierung gestanden hat: Bei Gott sind erst einmal alle vorbehaltlos willkommen, die sich ihm anvertrauen wollen.

Das scheint vielleicht manchmal unbequem. Manches scheint meinen eigenen bisherigen Maßstäben zu widersprechen. Aber wie gesagt: Gott steckt voller Überraschungen.

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Kommentare (1)

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Joachim S. /

Hat denn "Eunuch" etwas mit der sexuellen Orientierung zu tun? Ich dachte das waren in der Antike kastrierte Männer, die im Dienste des Hofes standen. Haben die sich vermutlich nicht ausgesucht...