Navigation überspringen

/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Das Gebet - ein Leuchtturm

Elke Drossmann über Markus 1,35

Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.

Markus 1,35

Vor dem ersten Kaffee ist mein Kreislauf nicht in Schwung. Ich kann mich nur schwer konzentrieren. Deshalb bete ich erst nach dem Frühstück. Dann bin ich ganz Ohr für meinen Vater im Himmel. Rede mit ihm, höre auf ihn.

Jesus steht vor gut 2.000 Jahren mitten in der Nacht auf, um zu beten. So steht’s im Markusevangelium zu lesen (Markus 1,35 NLB): „Ganz früh, es war noch Nacht, ging Jesus allein an einen einsamen Ort, um zu beten.“

Jesus braucht keinen Kaffee. Er geht los, bewegt sich und atmet die kühle, frische Luft ein. Jesus findet einen Ort, an dem er allein ist. An dem ihm kein Mensch dazwischen redet. Jesus konzentriert sich auf seinen Vater im Himmel. Jesus tauscht sich mit ihm aus. Er will sich klar werden: „Was soll ich tun, was lassen?“ Am Ende ist Jesus bewusst: „Ich erzähle an anderen Orten vom Reich Gottes. Dort lade ich die Menschen zu meinem Vater im Himmel ein. Und ich treibe die nervenden Dämonen aus. Sie äußern sich zwar zu mir, aber sie quälen Menschen, fesseln diese an sich, berauben sie ihres Verstandes.“ Jesus liebt Gottes Reich. Es zeichnet sich durch Freiheit aus statt durch Zwang.

Ich bevorzuge auch ruhige Orte fürs Gebet, an dem ich mich wie Jesus orientieren kann. Ich frage meinen himmlischen Vater: „Wo geht es heute und in der nächsten Zeit lang?“ Zeichnet sich die Richtung ab, gilt: Losgehen.

Sie möchten noch tiefer in die Bibel eintauchen? Wir empfehlen unsere Sendereihe:

Wort zum Tag

Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bitte beachten Sie beim Schreiben Ihres Kommentars unsere Netiquette.

Kommentare (1)

Die in den Kommentaren geäußerten Inhalte und Meinungen geben ausschließlich die persönliche Meinung der jeweiligen Verfasser wieder. Der ERF übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Rechtmäßigkeit der von Nutzern veröffentlichten Kommentare.
Stefan H. /

Ich habe das seltsame "Glück" auch in der Nacht zu meinem himmlischen Vater beten zu dürfen. Jede Nacht bin ich etwa eine Stunde auf (kam durch eine Herz-Erkrankung zuwege), und habe die Ruhe und mehr