/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Chance ergriffen
Gedanken von Tobias Schier zur Bibelstelle Johannes 1, 35-39
Am nächsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner Jünger; und als er Jesus vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.[...]
Die geniale Idee nicht umgesetzt, weil mir der Mut gefehlt hat, sie zu verwirklichen. Kostbare Momente mit der Familie nicht erlebt, weil die Arbeit Vorrang hatte. Kein Abschied genommen, weil ich nicht rechtzeitig da war: Verpasste Chancen kennt jeder. Es reicht nicht, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Der erste Schritt ist entscheidend.
Ein gutes Beispiel dafür finde ich in der Bibel, im Johannesevangelium Kapitel 1. Zwei Männer sehen Jesus zum ersten Mal, als er in ihrer Nähe vorbeigeht. Sie reagieren geistesgegenwärtig und laufen im nach. Und dann passiert folgendes: „Jesus drehte sich um, sah, dass sie ihm folgten, und fragte: »Was sucht ihr?« Sie antworteten: »Wo wohnst du, Rabbi?« »Kommt, dann werdet ihr es sehen!«, antwortete er. Sie gingen mit ihm. (GNB) Einer der beiden ist Andreas, der Bruder von Petrus.
Ein kurzer Moment, in dem Andreas die richtige Entscheidung getroffen hat, Initiative ergriffen hat, den einen Schritt auf Jesus zugegangen ist. Das Ergebnis: Sein Leben hat sich von Grund auf verändert und er ist bis heute als einer der 12 Jünger Jesu bekannt.
Andreas hat die Chance nicht verpasst, sondern wahrgenommen. Ich wünsche mir, dass ich neugierig und mit offenen Augen durch mein Leben gehe und Chancen dieser Art erkenne. Und nicht nur das. Ich wünsche mir auch den Mut des ersten Schrittes. Damit die verpassten Chancen zu ergriffenen Chancen werden.
Vielleicht möchte Jesus Ihnen heute begegnen? Durch sein Wort, durch Begegnungen, durch Situationen. Halten Sie Augen und Ohren offen nach ihm. Wer weiß, vielleicht geht er heute an Ihnen vorbei.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Ich habe es oft erlebt, dass ich Chancen verpasst habe. Deshalb will ich wachsam sein. Gott spricht nicht nur durch die Bibel zu uns, er schickt uns manchmal auch Gedanken oder Begegnungen, um zu uns zu sprechen.