/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Beten wie Epaphras
Tobias Schier über Kolosser 4,12.
Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, auf dass ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.
„Ich bete für dich.“ Wenn mir ein Freund, eine Bekannte oder auch ein Kollege von schwierigen Umständen berichtet oder schreibt, dann sage ich diesen Satz gerne: Ich bete für dich. So ein Satz ist schneller gesagt als getan. Es gab Zeiten in meinem Leben, da ist es leider beim bloßen Lippenbekenntnis geblieben. Dabei meinte ich es doch von Herzen ernst, so wie Epaphras.
Der Apostel Paulus schreibt von Epaphras in seinem Brief an die Gemeinde in Kolossä. Knapp 2.000 Jahre ist das her. Ich erfahre nicht viel von diesem Epaphras, aber das, was ich erfahre, macht mich nachdenklich. Paulus schreibt über diesen gläubigen Mann: „Es grüßt euch Epaphras, […] der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, auf dass ihr feststeht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.“
Da ist also ein Mann, der nicht nur für eine Person betet, sondern für eine ganze Gemeinde. Dieser Mann betet auch nicht nur einmal, sondern ständig.
In der Stadt Kolossä kamen ca. 70 nach Christus Irrlehren auf. Deshalb betet Epaphras, dass die Gemeindemitglieder fest im Glauben bleiben und von Gottes Willen erfüllt bleiben. Ein Gebet, dass in vielen schweren Zeiten des Lebens gilt: In Krankheit oder Verlust, in Angst oder Hilflosigkeit, in Einsamkeit oder Selbstzweifel. Wer vollkommen mit dem Willen Gottes erfüllt ist, steht fest und sicher, egal in welchen Lebenssturm er gekommen ist.
Ich möchte beten wie Epaphras. Es nicht nur ankündigen, sondern wirklich tun, nicht nur einmal, sondern immer wieder. Warum? Weil beten das Hoffnungsvollste und Stärkste ist, was Menschen für einander tun können.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Dadurch ist meine tägliche Gebetsliste immer länger geworden. Und ab und zu muss ich ja auch mal nachfragen. Das braucht viel Zeit. Aber es ist eine Last, die ich gerne trage. Es ist ein sehr … mehrwichtiger und kostbarer Dienst, den ich mit 84 Jahren noch gerne tue. Und nebenbei werde ich durch die Gemeinschaft mit meinem Herrn auch selbst sehr gesegnet.