/ Wort zum Tag
Der gewaltige Unterschied
Die Bibelstelle Daniel 2, 20 - ausgelegt von Eleni Stambke.
Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Leben gegründet im Glauben und einem Leben, in dem nicht der Glaube das Fundament und das Tragwerk ist? Was ist anders, wenn ich in der Gewissheit lebe, dass Gott meine Hilfe und Stärke ist, anstatt dass ich versuche, aus eigener Kraft klarzukommen, so gut ich kann? Was macht den entscheidenden Unterschied besonders in Krisensituationen aus?
Ich meine, eine Antwort im Buch des Propheten Daniel, Kapitel 2 gefunden zu haben.
Besonders das Lob für Gott aus Daniels Mund im Vers 20 inspiriert und tröstet mich zugleich, gerade wenn ich die unglaubliche Situation betrachte, in der sich Daniel befindet. „Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!“, sprudelt aus ihm heraus. Doch wie kommt es dazu? Was ist passiert?
König Nebukadnezar hat einen Traum, der ihn sehr beunruhigt und ihm den Schlaf raubt. Eine Deutung muss her. So bestellt er seine Zeichendeuter und Weisen und Zauberer und Wahrsager zu sich, damit sie ihm sagen, was der Traum bedeutet. Aber es gibt einen Haken: Sie sollen ihm nicht nur die Bedeutung seines Traums sagen, sondern auch den Traum selbst. Wie soll das denn gehen? Unmöglich! Und genau ab hier zeigt sich, was für einen Unterschied es macht, wenn Menschen in einer ausweglosen Lage mit Gott rechnen oder nicht.
Die weisen Männer des Königs reagieren genauso, wie es Menschen meist natürlicherweise tun. Sie sind mit der Situation völlig überfordert und empfinden sie als total unfair. Unter ihnen machen sich Unverständnis und eine schleichende Furcht breit. So protestieren sie: Kein Mensch kann so etwas tun und kein König hat jemals so etwas verlangt! Doch ihre Reaktion macht die Situation noch schlimmer. Nebukadnezar wird zornig und legt nach. Entweder sie sind dazu in der Lage oder er wird alle Weisen töten lassen.
Ich finde es sehr packend und bewegend zu lesen, wie anders Daniel reagiert, als er von dieser Drohung erfährt. Ich kann so viel lernen!
Er und seine Freunde haben ihre Ausbildung am königlichen Hof abgeschlossen und gehören damit ebenfalls zu den Weisen Babylons. So ist auch ihr Leben in großer Gefahr. Doch anstatt panisch zu werden, bleibt Daniel ruhig und bedacht. Zuerst informiert er sich genau über die Situation, um einen richtigen Überblick zu bekommen. Nachdem feststeht, wie todernst die Lage ist, geht Daniel in sein Haus, teilt seinen Gefährten die Sache mit und zusammen beten sie zu Gott. Ihr Anliegen: für Menschen unmöglich. Aber nicht für Gott! Sie richten ihren Blick nicht auf ihre Schwierigkeiten, sondern auf Gottes unerschöpfliche Möglichkeiten. Sie setzen ihre Hoffnung und ihr Vertrauen auf seine Barmherzigkeit, seine Weisheit und seine Macht.
Gott erhört ihr Gebet. Er offenbart Daniel sowohl den Traum als auch seine Bedeutung. Gott greift in ihre Not ein und wehrt die tödliche Gefahr ab. Und da setzt Daniels Lob ein. Nicht Panik, nicht Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit füllen sein Herz und seinen Mund, sondern Lob und Preis für Gottes Weisheit und Stärke!
In dieses Lob will ich auch einstimmen. Der Name des Herrn sei gelobt! Denn er ist der Fels! Auf ihn kann ich mein Leben bauen und meine Hoffnung gründen. Selbst mitten in schwierigen Situationen mit ungewissem Ausgang gibt er mir Orientierung und Kraft. Seine Barmherzigkeit umgibt mich, seine Weisheit leitet mich und seine Stärke beschützt mich.
Das zu wissen, macht den Unterschied. Den gewaltigen Unterschied, der ein Leben im Glauben und im vollen Vertrauen auf Gott auszeichnet. Und genau das bringt Herz und Mund dazu, Gott so zu preisen wie Daniel: „Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!“
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