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Zufrieden oder unzufrieden?

Die Bibelstelle Sacharja 9,10 – ausgelegt von Jens Kilian.

Seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und bis an die Enden der Erde.

Sacharja 9.1

Kinder haben Wünsche: ein neues Plüschtier oder ein Spielzeugauto. Bei Erwachsenen werden auch die Wünsche größer: Unterhaltungselektronik oder Fahrzeuge stehen dann auf dem Wunschzettel. Bei den ganz Großen dieser Welt sind scheinbar auch die Wünsche ganz besonders groß. Der eine hätte gerne die Ukraine, der andere Taiwan und wieder ein anderer Grönland. So wie die Kleinen schon mal um ihr Spielzeug kämpfen, ist es auch bei den Großen. Das „Habenwollen“ führt zu Kämpfen, die wir im Großformat Krieg nennen. Auf der Strecke bleibt der Friede. Wenn der äußere Friede dem Krieg weicht, wird darüber in den Nachrichten berichtet, aber die unendlich vielen Fälle, in denen Menschen der innere Frieden abhandengekommen ist, kann keine Nachrichtensendung fassen.

Wo liegt die Lösung? Das Kind, der Erwachsene und der Herrscher denken: „Wenn ich bekomme, was ich haben will, bin ich zufrieden.“ Der Dichter und Zeichner Wilhelm Busch wusste es besser und brachte es auf den Punkt, als er sagte: „Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.“

Der Mensch bleibt unzufrieden, er will mehr. Das Kind will ein größeres Spielzeugauto, der Erwachsene ein größeres echtes Auto und der Herrscher ein größeres Staatsgebiet. Alexander der Große, Napoleon oder Hitler wollten am liebsten über ein Reich herrschen, das von einem Meer bis zum andern und bis an die Enden der Erde reicht. Teilweise haben sie das sogar geschafft und dabei eine furchtbare Blutspur hinterlassen.

Sacharja beschreibt im 9. Kapitel seines prophetischen Buches ebenfalls einen mächtigen Herrscher:
„Seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und bis an die Enden der Erde.“
Interessant ist, dass bei diesem König der Frieden nicht auf der Strecke bleibt. Vielmehr heißt es im gleichen Vers, dass er Frieden stiftet unter den Völkern. 

Wenn ich dann noch einen Satz weiter vorne schaue, bekomme ich einen Hinweis, von wem hier die Rede ist. Dort heißt es, dass dieser König in Armut auf einem Eselsfohlen nach Jerusalem kommt. So zog Jesus vor seiner Gefangennahme und Kreuzigung in die Stadt ein. Die Erwartung vieler Juden, dass er ein weltliches großes Reich aufbaut und Israel von den Römern befreit, hat Jesus nicht erfüllt. Im Gegenteil: Er sagt gegenüber Pilatus, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist. (Johannes 18,36)

Ich stelle heute fest, dass seine Herrschaft trotzdem von einem Meer bis zum andern und bis an die Enden der Erde reicht. (Psalm 72,8) In allen Ländern dieser Welt gibt es Menschen, die zu seinem Reich gehören, die an Jesus glauben und mit ihm leben. Ich gehöre dazu. Sie auch?

Unter die Herrschaft Jesu begebe ich mich gerne, denn Jesus bringt Frieden.

Wir haben in Deutschland seit 81 Jahren Frieden, und doch spüren so viele Menschen in ihrem Leben keinen inneren Frieden. Genau diesen inneren Frieden, der nicht einfach die Abwesenheit von Krieg ist, gibt Jesus. Er kommt dadurch zustande, dass Jesus meine Schuld wegnimmt, die mich belastet, die ich mit mir herumschleppe und die mir den Frieden raubt. Ich komme innerlich zur Ruhe unter seiner Herrschaft, wo auch immer auf der Welt ich gerade bin. Irgendwann sogar im Himmel, denn da wird keine Totenstille sein, sondern ein Friede, der selbst nach dem Ende der Erde voller Leben ist. Wer im Himmel unter Jesu Herrschaft ist, wird zufrieden sein. Da bleibt kein Wunsch offen. Das ist eine Nachricht wert, eine „Gute Nachricht“.

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