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Überraschung

Die Bibelstelle Matthäus 21,15-16 – ausgelegt von Matthias Rapsch.

Als aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten die Wunder sahen, die Jesus tat, und die Kinder, die im Tempel schrien und sagten: Hosianna dem Sohn Davids!, entrüsteten sie sich und sprachen zu ihm: Hörst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet?

Matthäus 21,15–16

Wir waren mit einer Familienfreizeit am Bodensee unterwegs. Die Kinder sangen und musizierten bei den Morgenandachten begeistert mit.  Als wir mit der ganzen Freizeitgruppe ein nahegelgenes Strandbad besuchten, bildeten die Kinder einen Kreis im Nichtschwimmerbecken und schmetterten aus voller Kehle ein Loblied auf Jesus nach dem anderen. Und obwohl manche Badegäste unterschiedlich reagierten, sangen sie fröhlich weiter. 

Dieses Erlebnis steht mir vor Augen, wenn ich an unseren heutigen Abschnitt aus dem Matthäusevangelium denke. Gleich nach seinem Einzug in Jerusalem besucht Jesus den Tempel und räumt dort auf. Wenn er kommt, dann haben dort Geldwechsler und Händler nichts mehr zu suchen. Gewinnsucht und Machtstreben müssen weichen. An diesem Ort geht es allein um die Verbindung zu Gott und um seine Ehre.  Mein Haus soll ein Bethaus sein und keine Räuberhöhle. Das ist eine klare Ansage. Sie wird besonders von den Kindern und den Blinden sowie Lahmen aufgenommen. Die einen erfahren Heilung und die Kinder loben Jesus aus voller Kehle: Heil, dem Sohn Davids. Sie haben begriffen, wer dieser Jesus wirklich ist und dass mit ihm etwas ganz Neues angebrochen ist. So haben sie den Tempel wieder seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt. Die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten: „Als aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten die Wunder sahen, die Jesus tat, und die Kinder, die im Tempel schrien und sagten: Hosianna dem Sohn Davids!, entrüsteten sie sich und sprachen zu ihm: Hörst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet?“

Damit bekennt sich Jesus ausdrücklich zu den Kindern und auch zu den Blinden und Lahmen, die geheilt worden sind. Sie freuen sich in der Nähe Jesu und stimmen ein lautes Loblied an. So spontan und von Herzen. Scheinbar haben das die Schriftgelehrten und Theologen der damaligen Zeit vergessen. Ist es denn heute so anders? Wenn junge Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus kommen und gern davon weitergeben möchten, dann erleben sie manchmal eine ähnliche Situation wie die Kinder damals. Die Bedenkenträger mit ihren Feuerlöschern rücken an und regen sich auf: In dieser Form geht das doch gar nicht. Das ist viel zu laut und zu deutlich. Das muss erst alles theologisch und wissenschaftlich abgewogen sein. Nichts gegen eine gründliche Ausbildung und Schulung, aber könnte es sein, dass sich das Lob Gottes verlagert hat in den Mund der Kinder und der Menschen, die wir so gar nicht auf der Rechnung haben? Könnte es sein, wenn wir in Deutschland, im Land der Reformation, merkwürdig schweigsam werden, Jesus Boten aus anderen Ländern zu uns schickt? 

Jesus möchte Ihnen heute in Ihrem Lebenshaus begegnen. Wenn Sie ihn einlassen, wenn Sie ihn jetzt ehrlich bitten, wird er gern bei Ihnen einkehren. Es wird dann so sein, dass er manches aus Ihrem Herzen hinauskehren wird: Schuld, Stolz, Hochmut, Neid und was sich da noch so eingenistet hat. Gleichzeitig wird er in Ihnen neu Freude an Jesus wecken. Dann können wir es den Kindern im Tempel und auf unserer Familienfreizeit nachmachen und ein Lied der Freude über Jesus singen. Vielleicht fällt Ihnen dazu ein passender Song ein. Die heute startende Adventszeit bietet eine reiche Auswahl an neueren und älteren Liedern. Mein Favorit: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Es kommt der Herr, der Herrlichkeit.“

Sie möchten wissen, was die Bibel mit Ihrem Leben heute zu tun hat? Fragen Sie Nikodemus.AI:

nikodemus.ai

 

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