/ Lied der Woche
Hilf mir (5/7)
Scham, Angst und schlechte Erfahrungen können Menschen abhalten, ihre Not auszusprechen
„Hilf mir“ – diese Worte habe ich mich selbst lange gar nicht getraut auszusprechen, vor allem in Kontexten wie der Arbeit oder der Uni. Ich kam auch oft gut allein klar.
Aber warum bitten Menschen manchmal nicht um Hilfe, obwohl sie sie brauchen? Scham kann im Weg stehen. Ich halte meine Frage zurück, damit andere nicht denken könnten, dass ich überfordert oder verletzlich bin. Auch die Angst vor Ablehnung kann mich davon abhalten, um Hilfe zu bitten. Vielleicht beruht diese Angst sogar auf einer Erfahrung: Vielleicht wurde eine ehrliche Bitte um Hilfe belächelt oder ausgenutzt. Dann bleibt die Frage: Kann ich mich mit meiner Schwäche überhaupt jemandem anvertrauen? Was passiert, wenn ich mich öffne?
Im Lied der Woche wendet sich Lars Peter mit seinem Hilferuf an Gott. Er spricht ihn ehrlich aus – wie in einem Gebet: „Hilf mir. Nimm du mir Zweifel, Sorgen. Nimm mir alle Last.“ Da stellt sich die Frage: Nutzt Gott meine Schwäche aus? Die Bibel beantwortet diese Frage mit „Nein“. In Psalm 103, Vers 13, steht: „Wie ein Vater seinen Kindern voller Güte begegnet, so begegnet der HERR denen, die ihm in Ehrfurcht dienen“. Doch auch andere Dinge können einem ehrlichen Hilferuf im Weg stehen. Darum geht es morgen an dieser Stelle.
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