/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Wunder im Alltag
Horst Kretschi über 2. Könige 6,1-7.
Die Prophetenjünger sprachen zu Elisa: Siehe, der Raum, wo wir vor dir wohnen, ist uns zu eng. Lass uns an den Jordan gehen, und jeder von uns soll dort einen Stamm holen, damit wir uns eine Stätte bauen, wo wir wohnen können. Er sprach: Geht hin! Und einer sprach: Geh doch mit deinen Knechten! Er sprach: Ich will mitgehen.[...]
Die Bibel ist ein Buch voller Wunder. Besonders viele sind von Jesus überliefert. Wie er Kranke heilt, Stürme stillt, Dämonen austreibt und Tote zurück ins Leben holt. Alles Wunder der obersten Liga, wenn man es so nennen will. Wenn ich in mein Leben schaue, dann sehe ich solche Wunder nicht! Und ich kenne auch nur wenige Menschen, die Entsprechendes erlebt hätten. Glaube ich deshalb nicht an Wunder oder genauer an derart große Wunder?
Nun, ich glaube, dass Gott alles erschaffen hat und die Weltgeschichte lenkt und durch seinen Sohn Jesus Christus alle Menschen zu allen Zeiten von Tod und Schuld befreit hat. Was soll für diesen Gott unmöglich sein? Wir Menschen schauen meist auf das Große und Außergewöhnliche, deshalb gerät das Wunder, das im Alltag geschieht, ein Stück weit aus dem Blick.
So eine alltägliche Wundergeschichte habe ich beim Lesen im 2. Buch der Könige in Kapitel 6 entdeckt. Der Prophet Elisa geht mit einigen seiner Schüler an den Fluss Jordan, um Bäume zu fällen. Einem der Schüler fällt die eiserne Klinge von seiner Axt in den Fluss. Dann steht dort: "Der Prophet schnitt einen Zweig von einem Baum ab und warf ihn dort ins Wasser. Da tauchte das Eisen plötzlich auf und schwamm an der Wasseroberfläche." (2. Könige 6,1-7)
Eine geradezu banale Geschichte. Warum sollte Gott sich dazu herablassen, ein Stück Eisen schwimmen zu lassen? Weil Gott auch die kleinen Nöte und Sorgen nicht verborgen sind. Aber vielleicht sind sie gar nicht so klein? Ein Wunder ist ein Wunder. So manches "kleine" Wunder habe ich schon erlebt. Wie geht es Ihnen? Welche Alltagswunder haben Sie schon erlebt und haben es vielleicht erst gar nicht als solches wahrgenommen?
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Kommentare (1)
Als ich die frohe Botschaft vom Sohn Gottes hörte, wie er befreit und rettet und heilt, wurde ich von meiner Bipolaren Störung geheilt.
ER, der den Weg zum Vater freigemacht hat, nicht aufgrund unserer Werke oder Leistungen, sondern durch seine unfassbare Gnade.
Das bewirkt Friede und Freude