/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Eine unpassende Währung
Oliver Jeske über Jakobus 4,8
Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.
Kurz nach meinem Abitur haben mir meine Eltern eine Reise nach Mexiko geschenkt. Ich hatte damals noch keine Kreditkarte. Irgendwann gingen mir die Peseten aus und ich wollte mit meinem Notgroschen in D-Mark bezahlen. Mein Problem: Mein Gegenüber kannte die Währung überhaupt nicht! Aus seiner Sicht war mein Geld wertlos.
Manchmal habe ich den Eindruck, ich möchte auch Gott mit einer unpassenden Währung beeindrucken. Da gibt es Verhaltensweisen in meinem Leben, mit denen müsste er doch eigentlich ganz zufrieden sein. Sollte ich da nicht Bonuspunkte bei ihm sammeln können?
Die Bibel hat da eine klare Haltung. Sie sagt: Nein, kannst du nicht. Brauchst du aber auch nicht.
Der Autor des Jakobusbriefs bringt es in zugegebenermaßen sehr robuster Art auf den Punkt:
„Sucht Gottes Nähe, dann wird er euch nahe sein. Wascht die Schuld von euren Händen, ihr Sünder! Reinigt eure Herzen, ihr Unentschlossenen!“ (Jakobus 4,8 – BasisBibel)
Anders ausgedrückt: Es reicht, wenn ihr den Wunsch nach Gottes Nähe habt. Darauf geht Gott gerne ein. Nicht eure vermeintlich guten Taten beeindrucken ihn. Es reicht das Eingeständnis eurer Schattenseiten. Kommt so, wie ihr seid – aber bitte ehrlich.
Meine Rechnung in Mexiko konnte ich dann übrigens doch noch bezahlen, weil jemand anderes für mich gebürgt hat. Mit Gott ist das gar nicht so viel anders. Aber das ist eine andere Geschichte, von der wir an vielen Stellen hier auf ERF Plus erzählen.
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