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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Tiefer als unter die Haut

Ellen Hörder-Knop über 2. Könige 5,15

Und er kehrte zurück zu dem Mann Gottes samt seinem ganzen Gefolge. Und als er hinkam, trat er vor ihn und sprach: Siehe, nun weiß ich, dass kein Gott ist in allen Landen außer in Israel; so nimm nun eine Segensgabe von deinem Knecht.

2. Könige 5,15

„Das geht mir unter die Haut.“ Das sage ich, wenn mich etwas wirklich trifft - nicht nur im Kopf, sondern mitten ins Herz.

Wie Gott einen Menschen bis ins Herz berührt und verändert, zeigt die Geschichte von Naaman. Sie steht im 2. Buch der Könige, Kapitel 5, und spielt im 9. Jahrhundert v. Chr.

Naaman ist der oberste Befehlshaber des aramäischen Reiches: mächtig, angesehen und gefürchtet. Doch eine schwere Hautkrankheit macht auch ihn machtlos. Eine junge israelitische Frau, die als Sklavin bei Naamans Frau lebt, sieht seine Not. Sie kennt den Propheten Elisa in Samaria und sagt: Dort kann Naaman geholfen werden.

Der Befehlshaber hört auf ihren Rat und macht sich auf den Weg nach Israel. Doch dort kommt alles anders, als erwartet. Kein Staatsempfang, kein besonderes Heilungswunder. Elisa lässt Naaman nur ausrichten: „Geh und wasche dich siebenmal im Jordan.“ Naaman ist empört. Das ist ihm zu schlicht für einen Mann in seiner Stellung. Wütend will er umkehren. Schließlich überwindet er seinen Stolz und taucht siebenmal ins Wasser. Seine Haut wird wieder gesund – doch die Veränderung geht tiefer. Naaman erkennt: Seine Heilung verdankt er Gott. Und so bekennt er:

„Jetzt weiß ich, dass der Gott Israels der einzige Gott ist auf der ganzen Erde.“ (2. Könige 5,15)

Vielleicht ist es bei mir ähnlich. Gott handelt oft auf eine Weise, mit der ich nicht rechne. Manchmal begegnet er mir durch einen Menschen oder durch ein Wort zur rechten Zeit. Was Gott tut, geht mir wirklich unter die Haut – und noch tiefer: Er verändert mein Herz.

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