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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Strafe oder Hilfe?

Tobias Schier über Jeremia 30,11.

Denn ich bin bei dir, spricht der HERR, dass ich dir helfe. Denn ich will mit allen Völkern ein Ende machen, unter die ich dich zerstreut habe; aber mit dir will ich nicht ein Ende machen. Ich will dich mit Maßen züchtigen, doch ungestraft kann ich dich nicht lassen.

Jeremia 30,11

Erziehen heißt auch Konsequenzen ziehen – und erzogen werden heißt: sich den Folgen des eigenen Tuns stellen. Das weiß jeder Erwachsene aus eigener Erfahrung. Mir fallen dazu einige Beispiele ein, wenn ich an meine Kindheit denke. Fehler haben Konsequenzen, und aus Fehlern lernt man ja bekanntlich am besten.

Das Volk Israel hat gegenüber Gott viele Fehler gemacht. Schließlich sagt Gott durch den Propheten Jeremia folgenden Satz: „Euch strafe ich nur, wie ihr es verdient habt, denn ungestraft kann ich euch nicht lassen!“ Ist das der einzige Grund für die Strafe? Weil sie es verdient haben? Der heutige Losungstext erweckt den Eindruck, aber die eigentliche Begründung steht in den wenigen Sätzen vor diesem Vers. Da lässt Gott durch denselben Propheten ausrichten: „Ich, der Herr, bin bei euch, ich helfe euch! Alle Völker, unter die ich euch zerstreut habe, werde ich vernichten, aber niemals euch!“

Die Strafe ist nichts anderes als eine Hilfe! Wie oft erleben Kinder die Hilfe Ihrer Eltern nur als Strafe. Den tieferen Sinn aber können sie nicht sehen. Das ist so, weil ihnen der Weitblick fehlt und sie das langfristige Ziel nicht vor Augen haben. Das besteht in der Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen und ein gelingendes Leben zu führen.

Gott wünscht sich auch Ihnen ein gelingendes Leben. Lassen Sie ihn

Anteil daran haben, auch wenn es manchmal vielleicht wehtun wird.

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Kommentare

Theodor /

Strafen um zu Helfen
Diese Meinung habe ich zu der Pandemie, die die ganze Welt so quält.

Karin /

Ja, Kindererziehung, da musste ich lächeln. Wenn ich ab und zu etwas lauter zu meinen Kindern wurde, versuchte ich Ihnen zu erklären: wenn du mir egal wärst, würde ich dich weiter machen lassen, aber weil das nicht in Ordnung ist, was du gerade tust und ich möchte, dass du ein netter Mensch wirst, muss ich dich schimpfen, auch wenn ich es nicht gerne mache, weil ich dich sooo gerne hab. Danach wurde dann auch oft wieder geknuddelt.