/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Sorglos, aber nicht naiv
Gedanken von Markus Baum zum Bibeltext Philipper 4,6+7
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus.*
Was hat der Humorist und Zeichner Wilhelm Busch behauptet vor etwas mehr als 150 Jahren in seiner launigen Geschichte von der „frommen Helene“: „Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör.“
Die Strategie, Sorgen in Alkohol zu ertränken, zumindest der Versuch, sorgenvolle Gedanken zu betäuben, ist noch deutlich älter – und es gibt bestimmt noch ein paar Strategien mehr, um Sorgen zu bekämpfen. Das Problem: Sorgen sind wie Unkraut – sie kommen immer wieder.
Jesus von Nazareth, der Sohn der Maria, der Sohn Gottes, hat sich nicht nur um die Rettung der Menschheit gekümmert – die Sorgen der kleinen Leute waren ihm ebenfalls nicht egal. Was sagt Jesus in der Bergpredigt: „Macht euch keine Sorgen um euer Leben – was ihr essen oder trinken sollt, oder um euren Körper – was ihr anziehen sollt. […] Euer Vater im Himmel weiß doch, dass ihr das alles braucht. Strebt vor allem andern nach seinem Reich und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird Gott euch auch das alles schenken.“
Eine Generation später hat der Apostel Paulus im Philipperbrief den Faden aufgenommen und schreibt: „Macht euch keine Sorgen. Im Gegenteil: Wendet euch in jeder Lage an Gott. Tragt ihm eure Anliegen vor in Gebeten und Fürbitten und voller Dankbarkeit. 7Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und Gedanken behüten…“ (Philipper 4,6+7).
Anstatt sich mit Sorgen zu martern, das Anliegen an Gott abgeben. Auch so kann man Sorgen ernst nehmen, ohne ihnen zu erliegen. Schlecht für die Likördestillen. Gut für den Seelenfrieden.
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