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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Läuft bei dir...

Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht.

3. Johannes 1,2

Läuft bei dir…

Was macht den ersten Satz eines Briefes aus? Er ist wie das freundliche Lächeln, das Sie einer Person zur Begrüßung schenken. Ein sehr treffendes Beispiel dafür finde ich im Anfang des dritten Johannesbriefes im Neuen Testament. Johannes schreibt an seinen Freund Gajus folgenden ersten Satz: „Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht.“ Das ist mehr als ein freundliches Lächeln. Ich finde, das ist schon fast eine feste Umarmung. Oder?

Der erste Teil des Satzes ist eine feste Begrüßungsformel der damaligen Zeit gewesen und ein gebräuchlicher Bestandteil eines Briefes. Er bedeutet so viel wie der Wunsch, Erfolg zu haben und im Wohlstand zu leben. Neudeutsch: „Läuft für dich.“

Allerdings lassen mich die beiden ersten Worte „Mein Lieber“ bereits erahnen, dass Johannes und Gajus eine wirklich herzliche Beziehung haben. Der zweite Teil des Satzes bestätigt meine Vorahnung: „So wie es deiner Seele gut geht.“ Das ist unüblich. Johannes stellt hier einen Vergleich zwischen dem Zustand seiner körperlichen Gesundheit und dem Zustand seiner Seele her. Die Seele eines Menschen ist das, was dem Menschen von Gott gegeben wurde: Sie ist der Lebensatem, das Leben selbst. Somit sind Johannes‘ Wünsche für Gajus allumfassend. Er wünscht ihm körperlich, seelisch und geistlich das Beste.

Johannes‘ Fürsorge ist ein Spiegel der Fürsorge Gottes für alle, die ihn lieben. Gott lächelt, wenn er mich sieht. Er möchte, dass es meiner Seele gut geht. Das gleiche gilt für Sie und Ihre Seele. Eine Einladung, Gott alles hinzuhalten, in der Hoffnung, dass er am Ende alles wohl machen wird.

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Kommentare (1)

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Irene /

Das darf man aber nicht den verfolgten Christen vorlesen 🥺